wir ziehen um: neuer Webhoster

Seit Ende der Neunziger Jahre sind wir unserem Webhoster treu geblieben.
Teils aus Trägheit, teils aus Sorge vor Problemen beim Domain-Umzug. Früher war das ja mal ziemlich riskant, dass einem ein Domaingrabber zwischendrin die Domain wegschnappt und nachher dafür kassieren will, dass er sie wieder hergibt. Aber das ist lange her und heutzutage kein Problem mehr.
Der neue Webhoster ist nicht nur um Häuser billiger, sondern bietet dazu auch weitaus mehr Features, auf die ich schon lange heiß gewesen bin: SSH-Zugriff alleine hilft schon so viel, kaum zu glauben dass wir solange ohne ausgekommen sind. Moderne Software (das ganze LAMP Zeugs eben), und viele Skriptsprachen, und und und…
Bisher hatten wir 512 MB Speicherplatz, jetzt 50 GB plus nochmal 50 GB für die Email-Postfächer – für WWW also das Hundertfache. Und das zu weniger als dem halben Preis. Der Webspace ist demnach etwa um den Faktor 220 billiger.
So weit, so schön.
Weniger schön war der Einzug in das neue Haus.
Während der statische Teil (HTML mit ein bisschen PHP) schnell angepasst war, machte das Wiedereinlesen der Blogs mit ihren MySQL-Datenbanken ziemliche Probleme. Nur bei zwei der WordPress-Datenbanken klappte das Rücksichern so, wie es eben gehen soll, nach allerdings umständlichem Ersetzen von kryptischen Ersatzfolgen für Umlaute. Bei zwei anderen brach das Einlesen der SQL-Sicherung mittendrin ab, teilweise gar ohne Fehlermeldung, was ich am wenigsten verstehe. Letztlich wusste ich mir nicht anders zu helfen, als die Dateien stückweise aus dem Skripteditor (TextWrangler, sehr empfehlenswertes Programm!) über den SSH-Zugang in den geöffneten MySQL-Interpreter zu füttern, eine elendigliche Geduldsarbeit bei Sourcefilegrößen von knapp 2 MB.
Besser wäre es natürlich gewesen, ein Python-Programm zu schreiben, was den Prozess automatisiert hätte, aber das hätte ich auch erst lernen müssen…
Nur bei meinen beiden selbstprogrammierten Webapplikationen war das Einlesen der SQL-Dateien ganz problemlos möglich, denn ich habe nie einfach so Umlaute in die Datenbanken geschrieben, sondern immer passend umgewandelt und nach einer Abfrage wieder zurückgewandelt, daher entfallen diese Probleme völlig.
Muss ich mir selbst auf die Schulter klopfen…

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