holpriger Löweneinzug: Lion ziert sich

(wichtige HowTo Regel am Ende des Artikels.)

Gestern habe ich mir den Lion (Mac OS X 10.7) heruntergeladen, fette 3,5 GByte, mit dem von mir bisher ungenutzten Programm „App Store“.
Am Ende hatte ich ein neues Icon im Dock, wie ein laufendes Programm sah das aus. Und wo hat mir der Snow Leopard das Lion-Archiv hingeladen? Ich konnte die riesige Datei nirgends finden auf der Festplatte…
(Lösung: das neue Programm „Mac OS X Lion Installer“ *ist* die heruntergeladene Datei, nämlich Installationsdatei und Archiv in einem! Thx an TM für den Tipp…)

Dieses Programm angeklickt, und schon geht ein spezielles kleines Programmfenster auf. Man klickt auf Weiter oder so was in der Art, und stellt sich innerlich auf eine Wartezeit ein. Ich zum Beispiel ging zur Maschine, mir einen Café aufbrühen… Doch gleich kam ein Neustart. Ich zurück zum Rechner. Dort ein grau-texturierter Bildschirm, mit oben dem gewohnten Menüstreifen, und in der Mitte einem kleinen Fensterchen mit vier Einträgen. So weit ich mich erinnere, waren das

  • Festplattendienstprogramm
  • Onlinehilfe
  • Neuinstallation von Lion mit löschen aller alten Accounts und Daten
  • alten Zustand mit TimeMachine wiederherstellen

also alles nicht das, was ich wollte: einfach das bestehende 10.6.8 auf 10.7 updaten. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich bin stolz drauf, dass mein OS X von 10.2.7 beim PowerBook G4 17″ damals, September 2003, bis heute durchgehend durch Updates aufgerüstet worden ist, über den Architekturwechsel von PowerPC zu Intelchips, zu Mehrkernprozessoren, alles hat mein Betriebssystem nahtlos mitgemacht, ohne dass ich jemals wirklich von vorne anfangen musste. Und nun weigert es sich? Das darf nicht sein!
Ich hab dann die Onlinehilfe aufgerufen, und ja, dort konnte ich zu den Diskussionsforen navigieren, und fand da Leute, denen es ähnlich ergangen ist.
Es geht wohl um Probleme mit der Festplatte. Also Festplattendienstprogramm und „Volume reparieren“.
Allein, das Festplattendienstprogramm vom Lion fand vier Fehler und gab dann auf! „Volume kann nicht repariert werden. Sichern Sie soviel wie möglich und formatieren Sie die Platte neu.“
Na toll. Immerhin, gesichert hatte ich vorher, dh ich hatte darauf geachtet, dass TimeMachine komplett durchgelaufen war am Morgen.
Ich dachte, das kann’s doch nicht sein. Dann probier ich es nochmal mit dem Festplattendienstprogramm vom Snow Leopard.
Um zum alten System zurückzukommen, reichte es aber nicht, Neustart aufzurufen. Ich landete immer wieder in dem kleinen Mini-Lion Lifesystem, eine Technik, die sich Apple wohl von Linux abgeschaut hat. Eigentlich genial, wenn das enthaltene Dienstprogramm entsprechend fähig gewesen wäre… war es aber nicht. Pfui.
Mit dem Apfelmenübefehl „Startvolume…“ konnte ich dann die interne Festplatte auswählen, der nächste Neustart brachte mich zurück in mein altes System.
Von dort die Snow Leopard DVD gestartet, mit dessen Festplattendienstprogramm das Volume repariert, was geschlagene 45 min gedauert hat, und fertig, alles in Ordnung.
Und nochmal den Lion Installer gestartet, diesmal lief er durch wie er sollte.
Ufff!
Allerdings nahm er sich statt der angekündigten 33 Minuten dann doch lieber 63 Minuten.
Aber genau um fünf vor zwölf war es soweit, und mein fettes 17″ MacBook Pro bootete mit Lion.

Merkregel / HowTo:
Vor der Installation von Lion unbedingt per Festplattendienstprogramm
– Zugriffsrechte reparieren
– Volume reparieren (wozu man meist von der Snow Leopard DVD starten muss, dann aber nicht installieren sondern Menü Dienstprogramme/Festplattendienstprogramm benutzen)
– und natürlich darauf achten, dass ein vollständiger TimeMachine Sicherungslauf mit den aktuellen Zuständen vorliegt

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