Kalender, Apple und offene Standards

Heute bin ich auf eine neue Tücke von Snow Leopard draufgekommen: Der Import von Kalendern in iCal 4.0 via FTP wird anscheinend nicht mehr unterstützt. Aber dafür geht es mit HTTP, was eh viel besser ist, denn dann braucht man seinen Abonnenten das FTP-Passwort nicht zu verraten. Nur wer auf den privaten Server veröffentlicht, muss natürlich die Berechtigung kennen. Gut. (Wenn auch mit Arbeit verbunden…)
Noch besser: Da das .ics-Format ein offener Standard ist, kann zB auch Evolution damit umgehen.
In zB Ubuntu Linux ist Evolution der Standard-Client für Email und Kalender.
Ich hab es gleich ausprobiert, und siehe da: Es funktioniert in beide Richtungen einwandfrei.
Jetzt kann ich meine in iCal veröffentlichten Kalender in Ubuntus Evolution abonnieren, und meine Kalender von Evolution auf denselben Server veröffentlichen und wiederum in iCal abonnieren. Sehr fein.
Und natürlich gelangen die Ubuntu-Termine so auch auf mein iSync-fähiges Nokia Handy.
Auch wenn Apple von den Ansprüchen der Open Source Gemeinde, insbesondere der FSF und ihrem Frontman Richard Stallman noch meilenweit entfernt ist, und wohl auch bleiben wird, ist Apple mit seiner Bevorzugung und aktiven Unterstützung von freien Formaten und Standards doch ein weit angenehmerer Partner für Linux und Open Source als Microsoft, wo ohne Exchange-Server kaum was geht. Oder gar nichts.

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