Espresso

slightly off-topic…
Vorgestern gab die Saeco Magic Comfort, ein sogenannter Espresso-Vollautomat, seinen Geist auf. Im Gegensatz zu den zahlreichen Saecos, die wir hier schon durchgebracht haben, lag es diesmal nicht an dem Durchlaufdruckerhitzer, sondern gleich an mehreren anderen Stellen. Nur zwei Jahre hat diese bereits als Auslaufmodell gekaufte Maschine bei uns durchgehalten.
Nach intensiven Recherchen kam ich zu dem Schluss, diesmal keine Haushaltsmaschine, sondern etwas solideres zu nehmen, eine Jura mit Gewerbezulassung. Die Jura XF50 war preislich noch im Rahmen (leicht über 1000 ‚Ǩ). Jetzt steht sie da, schaut gut aus und macht perfekte Espressos, die anderen Cafésorten wie Cappuccino, Latte macchiato, cD und TMc benötigen noch etwas Ausprobieren und auch eine zusätzliche Dampfdüse, die Jura leider nicht beigelegt hat.
Wie lange muss so eine Maschine eigentlich halten, damit sie sich „auszahlt“?
Das habe ich mir schon vor Jahren mal ausgerechnet, mit höchst überraschendem Ergebnis.
Wenn die 1000 ‚Ǩ Maschine nach drei Jahren eingeht, das sind bei uns so rund 10000 Kaffeeportionen, dann liegt der Preis pro Café bei nur noch 10 Cent. Die Bohnen kosten so etwa 8 Cent (bei 12 ‚Ǩ pro Kilo gutem Hochlandkaffee) pro Portion. Das sind mit Stromkosten etc. dann so etwa 20 Cent pro Café. Wenn die Maschine länger hält, und davon gehe ich mal aus, erniedrigt sich der Preis entsprechend. Bei zehn Jahren wäre der Anteil der Maschine an den Kosten eines Cafés schon zu vernachlässigen.
Nespresso kostet laut deren Homepage 33 Cent pro Espresso. Selbst wenn die Nespressomaschine gar nichts kosten würde, ist dieses Kapselsystem einfach unglaublich teuer.
Im Vergleich zu Nespresso hätte sich die Jura also sogar ausgezahlt, wenn sie nur eineinhalb Jahre halten würde, was wir mal nicht hoffen wollen…

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