virtuelle Maschinenschäden

Auf meinem MacBook betreibe ich ja jede Menge virtuelle Maschinen.
Ubuntu hab ich sogar zweimal: eines läuft in Parallels Desktop und eines in VirtualBox.

Jetzt kam planmäßig die neue 8.04-Release von Ubuntu: „Hardy Heron“. Zuerst habe ich das System in Parallels aufgerüstet, bzw. aufrüsten lassen, denn Ubuntu kann sich ja weitgehend selbstständig von einer Release zur nächsten upgraden. Der Download und die Installation dauerten so 2-3 Stunden, genau habe ich nicht auf die Uhr geschaut, dann reboot und Boom! das neue Ubuntu startet – gleich mal mit einer Warnung, weil es die Graphik nicht kennt und daher im Minimalmodus mit 800×600 Pixeln läuft, was für Gnome eindeutig zu wenig ist.
Kein Grund zur Panik, einfach die Parallels Tools mit Graphik- und Maustreibern neu installieren? Leider geht das derzeit nicht: Das Installationsprogramm bricht mit einer Fehlermeldung ab. Es kann die Version von Xorg nicht auslesen. Leider hilft es nicht, wenn man diese Stelle mit Scripting-Tricks umgeht, es gibt noch grundlegendere Probleme mit den PD-Tools.
Mit anderen Worten: das schöne neue Ubuntu 8.04 ist derzeit unter Parallels unbrauchbar.

Von VirtualBox, bisher Beta auf Mac OS X, kam die letzten Tage endlich die finale Version, nennt sich 1.6. Außerdem hat der neue Eigentümer Sun seinen Namen schon überall reingeschrieben… Was sich sonst getan hat seit der Beta, weiß ich nicht. Leider ist die Netzwerkunterstützung noch immer sehr unvollständig, aber man kann damit leben. (Kennt nur einen einzigen Mode, „NAT“, was bei Parallels als „shared networking“ bezeichnet wird.)
Nach dem Upgrade von 1.5.xBeta auf 1.6 lief mein Ubuntu wie gewohnt und ohne Tadel. Dann Ubuntu auf 8.04 upgegradet. Die Tools installiert. Und: Es funktioniert perfekt. Fenstergröße ändern, Vollbildmodus, Mauswechsel zw. virtueller Maschine und Mac OS X: alles geht klaglos und leicht.
Was ich in der Beta nicht hinbekommen habe, war der „Shared Folder“, das habe ich noch nicht probiert. Ist bei einem Unix/Linux-Gastsystem ja auch ziemlich überflüssig, es gibt ja die vielen Möglichkeiten über SSH, SCP, SFTP, oder gar SMB eine nahtlose Verbindung zwischen Host und Guest aufzubauen.
Fazit:
Das kostenlose VirtualBox schlägt das kommerzielle Parallels Desktop zumindest beim Gast Ubuntu um Längen. Es wird höchste Zeit, dass Parallels hier nachbessert, wie von vielen im Forum gefordert. Leider hüllt sich Parallels, die wohl die meiste Zeit mit der Optimierung ihrer Windows-Unterstützung verbringen, in Schweigen…

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