Leopard Plus und Minus

Nach ein paar Monaten Erfahrung mit insgesamt 6 Installationen auf ganz verschiedenen Maschinen heute meine persönliche Hitliste, positiv und negativ, von der neuen Apfel-Raubkatze:
Positiv:

  • Time Machine – automatische Sicherung leicht gemacht, und zwar wirklich.
  • Bildschirm-Sharing – mit VPC ging das schon immer, aber nicht mal ungefähr so genial.
  • Spaces – da ist noch viel Spielraum für Verbesserungen, aber immerhin ein gewaltiger Fortschritt. (Apple hätte ruhig ein wenig mehr von KDE abkupfern sollen, die machen das ja auch ungeniert.)
  • Heftig vereinfachtes, um nicht zu sagen vollkommen automatisches, Sharing von Dateisystemen zwischen Mac-Systemen im LAN. Selbst mit Windows und Linux geht jetzt schon viel, fast von selber.
  • Viele Verbesserungen bei iCal und Mail.
  • Die neuen Effekte für den Foto-Bildschirmschoner lassen die gesamte Konkurrenz, insbesondere auch die modischen digitalen Bilderrahmen, ziemlich alt aussehen…
  • Hunderte kleiner Detailverbesserungen…

Negativ:

  • Die neue Firewall ist ja ein schlechter Witz. Vor allem merkt sie sich nichts, z.B. welchem Programm man eingehende Netzwerkverbindungen erlaubt hat, und fragt immer wieder neu nach. Katastrophe.
  • Nach einem automatischen Spaces-Arbeitsflächenwechsel ist immer wieder das falsche Fenster oben, das eigentliche unsichtbar vergraben – eine Katastrophe zumindest für weniger technisch begabte User.
  • Alle Arbeitsflächen haben das gleiche Hintergrundbild: Verwirrung vorprogrammiert.
  • Softwareaktualisierung: was hat sich Apple da gedacht? Alle paar Minuten bleibt das Programm hängen und wartet wieder auf dasselbe Admin-Passwort, wenn mehrere Updates auf einmal kommen. Bis inkl. 10.4.11 war das doch kein Problem, einmal Passwort eingeben für die ganze Aktualisierung und fertig. Verpfuscht!
  • Die Abschaffung der Schublade in iCal führt zu deutlich umständlicherer Bedienung sowohl beim Anlegen als auch beim Überprüfen von Kalendereinträgen – ein Rückschritt.
  • Je nach Hintergrundbild ist es am Symbol im Dock kaum erkennbar, welches Programm läuft und welches nicht läuft, eigentlich eine elementar wichtige Funktion des Docks.

Hoffen wir mal auf das angeblich riesige Update auf 10.5.2, das im Februar erscheinen soll und angeblich Hunderte Verbesserungen bringen soll.
Den angeblich so fürchterlichen durchschimmernden Menubar finde ich gar nicht schlecht, ganz im Gegenteil, bei allen meinen automatisch wechselnden Hintergründen sieht das einfach gut aus, und ist doch auch gut lesbar.
Fazit:
Trotz allen aufgeführten Mängeln ist der Leopard sein Geld wert, ich möchte die angeführten Features sicherlich nicht mehr missen.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.