Die Pflänzchen (20cm) haben wir im Baumax gekauft. Ich habe meine zwei in den Garten gepflanzt.

die etwa 2 Monate alte Pflanze

die 4 Monate alte Pflanze – 2x 5 Blätter geerntet – 2005-09-14

erste Blüten

die Pflanzen vor dem Haus 2005-08-18
Nach 3 und 4 Monaten jeweils 5 große Blätter geerntet und gewaschen, dann zum Trocknen aufgehängt. Jedes zweite Blatt hängt schon 4 Wochen länger
2005-09-15

dunkel, zugig und halbwegs feucht aufgehängte Blätter

eins von den älteren Blättern

ein anderes von den älteren Blättern

eins von den noch frischen Blättern
Zubereitung als Wasserpfeifentabak
Der richtig getrocknete Tabak (das ist eine eigene Kunst – besonders die erste Woche soll für die Qualität entscheidend sein) muss für das Rauchen in der Shisha dann erst noch zubereitet werden.

Eine Nacht müssen die Blätter in einem Topf verbringen, der mit einer Melasse-Sauce gefüllt ist (3 Esslöffel Melasse auf einen halben Liter warmes Wasser).

Durch Erfahrung weiß ich nun, dass es gescheit ist, die Blätter per Gewicht (z.B. Teller) ganz untergetaucht zu halten, damit sich kein Schimmel bildet.

Am nächsten Tag werden die Blätter einzeln aus der Sauce genommen, abgetropft und leicht trocken getupft, die Mittelrippe wird herausgeschnitten, dann wird jedes Blatt auf einen Teller gelegt und mit etwas (wenig!) unverdünnter Melasse bestrichen, am besten mit der Rückseite eines Teelöffels.

Das ist nicht einfach, denn die Blätter reißen leicht…
Was vom Blatt über den Teller übersteht, klappt man dann einfach ein und bestreicht die Oberseite erneut. So folgt Blatthälfte für Blatthälfte.
Das entstehende Packel massiert man dann noch gründlich durch, damit sich die Melasse besser verteilt.

Nach einem weiteren Tag kann man das Paket in sehr schmale Streifen schneiden, in Gläser abfüllen, nach Belieben aromatisieren, und evtl. etwas Glycerin hinzufügen für die bessere Rauchentwicklung.
Dann steht dem Rauchvergnügen mit ganz selber gemachtem Tabak nichts mehr im Wege!
Viel Spaß, ich hatte ihn jedenfalls, trotz der vielen Arbeit, die das alles macht.
Am 16.10.2005 raucht LBC seinen ersten eigenen Tabak: unaromatisiert, sehr milde, fast zu milde, aber das Tabakaroma ist da.
LBC sagt: “frisch und leicht süßlich”.


Vierte Ernte vor der Ruine
Heute (1. Nov. 2005) habe ich die vierte Ernte des Ruinentabaks eingebracht. 30 Blätter von mittelgroß bis ziemlich klein. Zum theoretisch optimalen Zeitpunkt geerntet: Beim Übergang von schönem zu feuchtem Wetter. Besonders kritisch ist ja auch die erste Woche des Trocknens. Da soll es feucht genug sein, damit die Trocknung nicht zu schnell abläuft und genug Zeit für die Umwandlungsprozesse in den Zellen bleibt. Diesmal habe ich sogar feuchte Tücher aufgehängt, um dies sicherzustellen. Wenn es wirklich bald zum Regnen anfängt, ist das dann kein Problem mehr.
Andererseits darf der Tabak natürlich auch nicht zum Schimmeln anfangen, dagegen hilft einzelnes Aufhängen der Blätter statt in dicken Bündeln, wie es die Profis (aus Platzmangel) machen. Außerdem ist der Vorraum, wo das Zeug hängt, auch gut gelüftet. Also sollte das die Krönung der diesjährigen Produktion werden…
Verarbeitung der 2. und 3. Ernte am 1. und 2. Nov. 2005
Die abgetupften Blätter mit Melasse beschmieren und zu Päckchen falten:

Schönes Tabakblatt, bereits eine Nacht in der Melassesauce eingeweicht:

Noch ein herrliches goldenes Tabakblatt:

Tabakblatt beim Einfalten:

Rosentabak:

Literatur:
Das meiste Wissen habe ich aus dem Buch “Tabakanbau und Tabakverarbeitung leicht gemacht” von Martin Barth und David Jehle, Lumica-Verlag, zu beziehen über tabakanbau.de – und dann braucht man noch die Kunst der Interpretation, Improvisation, und viel Geduld.
5 Responses to “Tabakanbau und -verarbeitung”
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21. September 2005 at 0:07
Was gibts denn schöneres als grün-braune Tabakblätter?
MFG Mathias
21. September 2005 at 22:12
Aber ja, aromatisierte, rauchfertige …
24. September 2005 at 23:23
Richtig, aber bis dahin ist es noch ein weiter weg!
13. Oktober 2005 at 23:03
Wie sich herausgestellt hat, hast da absolut Recht!
20. Oktober 2005 at 17:45
es ist echt viel Arbeit, aber irgendwie lohnt es sich. Das nächste Mal will ich mit Lorbeer oder mit Rose aromatisieren…