Wie wird die Shisha gestopft?

Das fragt sich der Anfänger, aber auch bei den Erfahrenen gibt es da verschiedene Meinungen und – manchmal – Unsicherheiten.

Wasser

Zuerst das Wasser: im Internet geistert immer der Rat herum, soviel Wasser in die Bol zu geben, dass das Rohr 4 cm eintaucht. Warum gerade 4 cm weiß keiner, aber es hat sich bei uns bei allen Shisha-Größen von den kleineren bis zur größten gut bewährt, nur bei der kleinsten vielleicht ein bisschen weniger (2-3 cm).

  • Nimmt man deutlich weniger, ist die Waschwirkung des Wassers sicher geringer.
  • Nimmt man mehr, wird das Ziehen nachher anstrengend, und bei kleineren Modellen steigt die Gefahr, dass man das Wasser mit einsaugt – der Schlauch sollte aber immer trocken bleiben!

Tabak

Unser Tobi holt den Tabak mit den Fingern aus der Folienverpackung, tropft etwas Glycerin drauf, manscht das Ganze noch etwas durch.
Ich nehme lieber die Zange dafür, den Tabak bewahre ich in Gläsern auf, wenn notwendig (bei trockenen für Deutschland hergestellten Sorten) habe ich schon Glycerin und Melasse ergänzt, so dass der Tabak gebrauchsfertig und gut durchgezogen ist.
Wieviel soll man nehmen?
Wenn die Shisha lange halten soll, z.B. länger als eine Stunde, braucht man auch mehr Tabak, das ist klar. Aber sehr viel gibt es da nicht zu variieren, denn der Kopf der Pfeife muss einigermaßen angefüllt sein. Wir verwenden hier meistens die Metallsiebe zw. Tabak und Kohle. Diese sind leicht nach innen hin abgesenkt, also darf man den Kopf nicht bündig füllen, sondern muss entsprechend der Form des Siebes etwas frei lassen.

  • Wenn man zu wenig Tabak nimmt, kommt er gar nicht bis an das Sieb, und wird nicht oder nur sehr langsam richtig heiß.
  • Wenn man zu viel Tabak nimmt, muss man das Sieb fest aufdrücken, wobei der Tabak gepresst wird. Dann geht evtl. zuwenig Luft durch oder das Ziehen ist nachher zu mühsam.

Der Tabak sollte schon noch locker bleiben
(”immer locker bleiben” rappten schon die Fanta 4).

Sieb oder Folie

Auf den Tabak kommt dann entweder ein Sieb oder Alufolie, damit die Kohle, die noch obendrauf gelegt wird, den Tabak durch den angesaugten Luftstrom zwar erhitzt, aber nicht verbrennt.
Ein Sieb ist einfacher, man muss es nach Gebrauch reinigen, was aber meistens leicht geht, oft reicht abpusten. Dafür brauch man es beim Stopfen nur einfach auflegen…
Alufolie ist mehr Arbeit, aber bei meiner ganz kleinen Shisha deshalb unumgänglich, weil ich kein passendes Sieb für den kleinen Kopf kriegen konnte. Ich schneide ein rechteckiges Stück Alufolie ab, etwa 6 x 12 cm, falte es einmal zu einem Quadrat, durchlöchere es mit einer Nadel oder einem Stück Draht (ein solcher hängt oft schon an der Zange), um die Folie so zu einem provisorischen Sieb zu machen. Nach Gebrauch wegschmeißen.
(Welche der beiden Varianten ökologischer ist, ist die Frage, denn die Siebe halten auch nicht beliebig lange.)
Einen Unterschied im Geschmack bzw. Rauchgenuss zwischen Folie und Sieb konnten wir hier nicht feststellen.

Kohle

Viele schwören auf Naturkohle.
Mir reicht die selbstzündende Kohle in Tablettenform. Sehr bequem, und wenn man sie nicht da anzündet, wo man nachher raucht, dann stört auch der Geruch des Zündmittels nicht, z.B. wenn man sie vor der Tür anzündet oder in der Küche. Dabei hält man die Tablette mit der Zange, und wartet dann, bis das selbstzündende Mikrofeuerwerk vorbei ist, das dauert etwa 2 min. (Ja, ganz schön lange wenn man da mit der Zange in der Hand rumsteht und wartet.)
Danach kann man die Kohle auf das Sieb legen, und schon geht das Anheizen los: die ersten Züge schmecken noch nicht und es kommt noch wenig Rauch.
Über die Verwendung von Naturkohle kann LBC mal was schreiben, er ist bei uns dafür zuständig, diese mit einem Gasbrenner anzuheizen.
Für die ganz großen Tonköpfe wie z.B. bei meiner 110cm-Shisha ist die große Kokos-Naturkohle jedenfalls sicher besser geeignet als die 40 mm Tabletten.

rm53

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