20. März 2012

Modellbahn App

20. März 2012 21:33

Nachdem ich zuletzt hauptsächlich das oberflächenlose Steuerprogramm für die Modelleisenbahn perfektioniert hatte, habe ich heute nochmal die App für mein Nokia Linux (Maemo) N900 Handy nachgebessert.
Die Oberfläche ist sehr einfach gestrickt und besteht nur aus PyGTK-Buttons.

cs2-s88-app Screenshot

Bisher war die Responsiveness der Buttons sehr schlecht, mit Reaktionszeiten bis 10 Sekunden, denn die Buttons haben erst reagiert, wenn das nächste Paket vom Netzwerk hereingekommen ist.
Durch eine einfache Änderung, indem ich dem Socket zusätzlich das Attribut nonblocking mitgegeben habe, war das Problem gelöst, und die Reaktionszeit auf praktisch Null gesunken.
So weit so gut. Nur war der Stromverbrauch heftig angestiegen, da der Prozessor nun mit 100% Auslastung lief.
Nach ein wenig Dokumentation lesen probierte ich statt nonblocking mal aus, ein Timeout von 1/10 Sekunde zu verwenden.
Und siehe da, sehr schnelle Reaktionszeiten bei rund 1% Prozessorauslastung und somit keinem signifikanten Stromverbrauch mehr.
Problem gelöst!

19. März 2012

Modelleisenbahn

19. März 2012 14:35

So irgendwann in den frühen Neunzigern, denke ich, war das, wie wir uns die Märklin Control Unit 6021 samt Computer-Interface 6051 gekauft hatten und dann H0 und auf Umwegen auch Spur Z digital gesteuert haben.
Computer-seitig mit Macintosh SE und bald mit PowerBook Duo 230, softwareseitig mit HyperCard, angeschlossen über die serielle Schnittstelle.
Der letzte Mac mit serieller Schnittstelle hat bei uns vor etlichen Jahren aufgegeben, und auf den neuen geht HyperCard nicht. Dazu sieht es so aus, als sei das Interface 6051 kaputt.
Aus diesen finsteren Zuständen sollte das neue Digitalsystem von Märklin, die Central Station 2 (kurz: CS2), heraushelfen, die wir jetzt seit ein paar Jahren haben. Ganz nett, mit Touchscreen, die wichtigsten Funktionen auch über fühlbare Hardwaretasten zu steuern, gut gemacht. Nur, was das alte Combo aus 6021 und Mac und HyperCard an automatischen Steuerungsfinessen bot, das kann die sündteure CS2 keineswegs. Die einzige eingebaute Automatikfunktion ist eine Pendelzugsteuerung, die aber so schlecht programmiert ist, dass sie mit Reed-Kontaktgebern nicht funktioniert. (Und die Kontaktgleislösung ist für Spur 1 nicht möglich. Man fragt sich, was die Software-Entwickler bei Märklin im Kopf haben. Nur H0, und da nur Mittelleiter-H0. Aber dick DCC-kompatibel draufschreiben!)
Aber.
Die CS2 hat ein absolut geniales Feature: Ihre Teile sind untereinander, auch über mehrere Geräte hinweg, per CAN-Bus verbunden, und dieser wird auch über Ethernet weitergegeben. Und, das Protokoll ist veröffentlicht. (Wenn auch weder vollständig noch fehlerfrei.)
Somit kann man also über Ethernet einen Computer anhängen und eigene Programme schreiben, die das können, was die CS2 allein nicht kann.
Und wenn man die CS2 ins WLAN hängt, dann geht das alles drahtlos.
Jetzt hab ich schon eine kleine App für mein Linux-Handy N900, die den Zustand der s88-Rückmeldekontakte life anzeigt, die die vorprogrammierte Funktion eines s88-Sensors per Fingertip abruft, und dafür sorgt, dass diese Funktion auch automatisch ausgelöst wird. Das geht über das Fahrstraßen-Feature der CS2 weit hinaus, denn hier können Geschwindigkeitsanpassungen im Bahnhofsbereich realisiert werden, an verschiedenen Punkten der Strecke die passenden Soundfunktionen ausgelöst werden, und, was mir das Wichtigste ist, ich kann zwei Züge abwechselnd fahren lassen, auf der Gartenanlage, einen so herum, den andern andersherum, ohne irgendwelchen Stromabschaltgleise oder Schienenunterbrechungen oder ähnlichen Mist aus der Steinzeit.
Alles nur mit den Reedkontakten gesteuert. Perfekt.
Und nur wenn die Dampflok ihre Runde fährt, dampft sie auch wirklich. Vor der Brücke hupt die Diesellok, im Bahnhofsbereich wird langsamer gefahren, so schön.
Das Python-Programm läuft wahlweise auf Mac oder Handy oder sonst irgendeinem Computer, der Python kann, also praktisch jedem.

7. März 2012

neues iPad – ja und nun? wie soll das Kind heißen?

7. März 2012 23:37

Ist mal jemandem aufgefallen, dass sich Apple auf dem Presse-Event heute zum neuen iPad darum gedrückt hat, den Namen des neuen Tabletts zu verraten?
Oder ist es noch gar nicht getauft?
Womöglich wegen des Namensstreits mit dieser unsäglichen Pleitefirma in China?
Sehr seltsam, eine weltweit vielbeachtete Produktvorstellung, und dann kein Name dazu.

15. Februar 2012

LibreOffice 3.5

15. Februar 2012 12:00

Was lange währt, wird endlich gut…
Jede Version von LibreOffice habe ich getestet, mit meinem zugegebenermaßen reichlich kompliziert gesetzten Sitzungsprotokoll als Serienbrief. Keine Version konnte das bisher fehlerfrei bis zum Drucker bringen, während NeoOffice nie ein Problem damit gehabt hat. (Auch OpenOffice.org konnte es, aber das hat wieder andere Nachteile.)
Die neueste Version 3.5 von LibreOffice ist nun endlich soweit, und macht fehlerfrei was es soll, inkl. Unmengen an Abschnittwechseln, wie das früher hieß, weil die Spaltenzahl dauernd von 1 auf 2 oder umgekehrt wechselt. Vor allem stimmt jetzt auch beim dritten und weiteren Exemplaren der Seitenumbruch, das war ja der schlimmste Fehler bei den ersten LibreOffice-Versionen, die ersten zwei von 33 Exemplaren wurden richtig erzeugt, ab dem dritten wurde ein Spaltenwechsel fälschlich als Seitenwechsel interpretiert – katastrophal für meinen Zweck.
Jetzt könnte ich also von NeoOffice mit ihrer aggressiven Spendenpolitik ganz auf LibreOffice umsteigen. Mal sehen.

3. Januar 2012

YouTube upload Problem

3. Januar 2012 23:41

Heute wollte ich wieder mal ein Video auf YouTube laden. Und zwar direkt aus iMovie, wo ich den Film aus diversen Schnipseln zusammengestellt habe. Die letzten beiden Male hat das fein funktioniert. Diesmal nicht. Keine Chance. Erst ein paar Minuten Rechenzeit zum Rendern des Projekts, dann 20-30 Minuten Upload-Zeit mit Progressbar, und gut geschätzter verbleibender Zeit – und dann einfach nix mehr, einfach zu Ende, keine Fehlermeldung, kein gar nix.
Ein zweites Mal die ganze Prozedur: wieder umsonst. Keine Fehlermeldung, aber auf YouTube nix angekommen.
Das letzte Mal ist mir das vor ungefähr einem Jahr passiert. Mit keiner Methode konnte ich das Problem lösen, musste meine Filme dann erst auf die Platte rendern und die Filmdatei über das Webinterface “zu Fuß” hochladen.
Heute habe ich die iMovie-Projektdatei auf meinen kleinen Air übertragen, auch die Clips waren nötig, dann bin ich mit dem kleinen Gerät zu den Kindern gelaufen. In deren schnellem Netz wieder mit iMovie hochgeladen – anderer Computer, anderes Netz – und wieder dasselbe Verhalten, nur viel schneller. Kein Film auf dem Server angekommen.
Wie erklärt sich das? Wie kann sich der iMovie-Upload so verklemmen, dass weder Wechsel des Netzes noch des Computers etwas daran ändert???

Und wieder den Film (es geht um HEXBUG und Modellbahn) “zu Fuß” hochgeladen, was natürlich einwandfrei funktioniert hat, aber umständlich ist…

27. Dezember 2011

von KYTRONs zu HEXBUGs

27. Dezember 2011 22:26

Von 1974 – 1980 habe ich seinerzeit meine Serie von autonomen, beweglichen Robotern (autonomous mobile robots) gebaut, wie man vielleicht von meiner KYTRON-online-Dokumentation weiß. Alle KYTRONs suchten nach Licht, mit verschiedenen Arten von Lichtsensoren. (Nr. 2 konnte auch in den Schatten flüchten.) KYTRON 1 war technisch primitiv, das Chassis aus Blech von einem 30 cm langen Spielzeugpanzer übernommen. Nr. 2 war nur noch 20 cm lang und die ganze Mechanik war in Glasfaser-Gießharztechnik komplett selbstgemacht. Die Elektronik bestand aus den damals topaktuellen CMOS-Logik-Bausteinen, über 19 davon hatte ich verbaut, 220 elektronische Bauteile insgesamt. Das dritte KYTRON war nur mehr 11 cm lang und verwendete dünne Drahtfühler als Anstoßsensoren. Es konnte nicht ganz so komplizierte Hindernis-Ausweichmanöver fahren wir Nr. 2, dafür hatte es Solarzellen auf dem Deckel, die bei voller Sonneneinstrahlung für den Fahrbetrieb genug Energie lieferten, ansonsten zum Aufladen der Akkus dienten. KYTRON 4 wurde später umgebaut, so dass es dank Motorola ICU (Chip 14500) per Software kontrolliert wurde. KYTRON 5 schließlich war “winzig klein”, 65 mm lang und 115 g leicht. Das war 1978, zu der Zeit gab es noch keine SMD-Bauteile, und doch habe ich über 100 Bauteile verbaut, aber keine ICs, die hätten nicht reingepasst. Auch dieses kleinste KYTRON trug 8 monokristalline Solarzellen als Dach.
Als KYTRON 6 hätte ein sechsbeiniges Krabbelmonster folgen sollen, aber das habe ich nie gebaut.

Jetzt haben wir das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausend hinter uns. Was hat sich in den etwa 30 Jahren getan?
Auf dem Gebiet “autonomous mobile robots” viel. Und wenig zugleich.
Zu Weihnachten bekam ich zwei HEXBUGs. Einen HEXBUG original und einen HEXBUG nano.
Der HEXBUG original ist ein sechsbeiniges Krabbeltier, läuft auf seinen Beinchen vorwärts, bis er mit seinen dünnen Drahtfühlern (kommt uns das bekannt vor?) ein Hindernis entdeckt. Tatsächlich ist die Konstruktion der Fühler praktisch identisch zu denen meines KYTRON 5. Der HEXBUG reagiert aber nicht nur auf mechanische Hindernisse, sondern auch auf laute Geräusche. Dafür sieht er kein Licht. Es gibt aber einen HEXBOT, der auf Licht und Schatten reagiert (Crab).
Ich finde es fair zu sagen, dass der HEXBUG original eine logische Fortsetzung meiner KYTRON-Serie darstellt, zumal der Name hex, also sechs enthält, und mein nächstes KYTRON wäre Nr. 6 gewesen…
Für die lange Zeit von 1978 bis 2007 (als der original erschienen ist) erscheint der Fortschritt gering, andererseits auch wieder gewaltig: denn meine KYTRONs sind Einzelstücke, mit unbezahlbar viel Arbeitszeit drin, nicht nur zur Entwicklung und zum Bauen, sondern auch zur Pflege. Während die HEXBUGs als unkompliziertes Spielzeug und Massenprodukt den Markt erobern. Da liegen schon Welten dazwischen.

Abgesehen von der Vergangenheit und den Bezügen zu meinen KYTRONs macht der HEXBUG nano noch mehr Spaß als der original: extrem robust, unkompliziert, und ja, primitiv, und gerade deswegen so faszinierend. Kein einziges elektronisches Bauteil ist da drin, es besteht ausschließlich aus dem Motor mit Excenter-Massekörper, der Batterie, dem Ein-Ausschalter, und dem Gehäuse, welches außen eine weiche Schicht hat, die nach unten in die 12 Beinchen ausläuft. Keine Getriebe, keine Elektronik, keine Sensoren.
Und doch findet sich dieses Minimonster auf einem dicht gedeckten Tisch zwischen Tellern, Besteck und Gläsern wunderbar seinen Weg, kommt nach einem Umkippen nach wenigen Sekunden wieder auf die Füße, und fällt es vom Tisch, krabbelt es eben auf dem Boden weiter. Das einzige, was dieses schnelle Krabbeltierchen aufhalten kann, sind sehr weiche Untergründe: die nehmen die Schwingungsenergie weg, dann geht nix mehr.
Extrem genial, diese ganze HEXBUG-Serie!

(Auf Youtube findet sich mein erstes HEXBUG Filmchen.)

30. November 2011

Netzwerkprobleme

30. November 2011 1:01

Unser Netzwerkzugriff hat die letzten Monate wenig Spaß gemacht. Wir waren bei den ersten ADSL-Kunden der Telekom und haben den Vertrag schrittweise aufgestockt, aber bei 1MBit/s war dann einfach Schluss: schneller geht es nicht, behauptet die Telekom. Dabei haben unsere Nachbarn auch Telekom, und weit schneller als wir.
Und der Kabelanbieter weigert sich, eine Leitung zu unserem Haus zu legen…
Im Haus verwenden wir WLAN, der erste Airport Express hängt per Ethernet am Router, die nächsten beiden und die Time Capsule erweitern das WLAN drahtlos.
Musikstreamen kreuz und quer im ganzen Haus via AirPlay (früher AirTunes genannt), Druckerzugriff und Internetzugang, alles drahtlos von überall, auch vom Garten – so war es gedacht, und hat auch jahrelang funktioniert.
In letzter Zeit lahmte das ganze immer mehr, immer öfter war ein Reboot des ersten Airport nötig, immer öfter mussten wir für größere Downloads auf ein Nachbar-WLAN ausweichen. Nicht mal größere Email konnten wir noch verschicken. Kein guter Zustand.

Jetzt habe ich den ersten Airport ausgetauscht, und siehe da, der Internetzugang ist davon natürlich nicht schneller geworden, aber stabiler, und im Haus geht alles besser. Endlich wieder stundenlang Musik streamen ohne Probleme. Lange Emails schicken, und was sonst.
Insgesamt sind damit schon 3 unserer Airport Express “n” Geräte ausgefallen. Schande über Apple, das ist ja nicht die versprochene Qualität. Ein Alugehäuse wäre wohl eine gute Lösung, denn dass die Dinger Probleme mit der Wärmeabfuhr haben, ist ja seit Jahren bekannt.

17. November 2011

Mac OS X Adressbuch: iCloud Problem und Flickzeug

17. November 2011 14:43

Beim Adressbuch gibt es ein lästiges Problem seit der Einführung von iCloud: die Verteilerlisten lassen sich nicht mehr editieren. (Der Menübefehl “Verteilerlisten bearbeiten…” bleibt ausgegraut.)
Damit kann man nicht mehr selbst bestimmen, welche email-Adresse einer Visitenkarte in einer Adressen-Gruppe verwendet wird. Das kann je nach Anwendungsfall das Versenden von Mails an viele Adressaten extrem mühsam machen, da man die Adressliste in Mail dann per Hand zusammenstellen müsste.

MacFixIt hat dazu eine behelfsmäßige Lösung, einen typischen Workaround, und stellt in Aussicht, dass Apple das Problem beim nächsten Systemupdate (10.7.3) vernünftig behebt. Bis dahin können wir diesen Trick verwenden:

Howto Verteilerlistentrick:
Kurz gesagt, muss man in Adressbuch eine lokale Gruppe erzeugen, danach geht der Befehl “Verteilerliste bearbeiten…” wieder.
Diese Gruppe kann leer und unbenutzt bleiben, sie muss nur da sein.

Vorgangsweise:

  1. Adressbuch Einstellungen…/Allgemein: Standardaccount auf “Lokal” stellen
  2. neue Gruppe anlegen (mit Plus-Taste unter Gruppenliste) (Name beliebig, zB “temp”)
  3. Adressbuch Einstellungen…/Allgemein: Standardaccount auf “iCloud” zurückstellen
  4. fertig

Wenn der Fehler in einem der nächsten OS X Releases behoben ist, kann man diese lokale Gruppe wieder löschen.

Danke für diesen genialen Tipp!

16. Oktober 2011

Ubuntu 11.10

16. Oktober 2011 23:21

Ich probiere gerade Ubuntu 11.10 aus.
(Virtuell auf meinem MacBook Air – dürfte um einiges schneller sein als native auf einem Atom-Netbook…)
Was ich bis jetzt gesehen habe, begeistert mich.
Unity ist rundum besser geworden, und auch sonst sieht alles feiner aus und funktioniert gut. Auf Probleme bin ich bis jetzt nicht gestoßen. Manches ist ja drastisch von Mac OS X abgekupfert, zB die Systemeinstellungen, aber was soll’s, ist ja auch ein gutes Vorbild, und außerdem brauch ich nicht viel umdenken.
Gewöhnungsbedürftig freilich die sehr eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten, jedenfalls out-of-the-box, aber ich vermute, da muss ich nur ein paar Tools nachladen.
Meine Lieblingsprogramme für Linux sind jetzt alle in dem Ubuntu-Softwarecenter vorhanden und damit extrem bequem installierbar:
Scribus, Inkscape, Gimp, gFTP, Bluefish, sbcl und clisp. Und das Softwarecenter erlaubt endlich paralleles aussuchen und installieren, womit andere Paketverwalter überflüssig geworden sind.
Feine Sache, das neue Ubuntu, da krieg ich doch Lust mal wieder einen nicht-Apple-Rechner zu kaufen und Ubuntu native laufen zu lassen, vielleicht ein kleines Netbook?

12. Oktober 2011

iWolke

12. Oktober 2011 22:22

So, nun bin ich in die iCloud eingezogen.
Hoffen wir mal, dass Apple seine Hausaufgaben gemacht hat und genügend viel iEngel um die iWolke gestellt hat, damit sich keine bösen Elemente daran vergreifen können.
Hoffen wird man ja dürfen. So richtig glauben kann ich es nicht. Allzuviel Möglichkeiten für Lücken aller Art gibt es letztlich doch immer wieder…
Dann heißt es warm anziehen. Die Schar der Apple User ist ziemlich groß geworden in den letzten Jahren…

Siri quatscht mit mir – nicht

12. Oktober 2011 17:05

Hab mir ein Demo-Video über Siri, die neue Sprachschnittstelle für iPhone 4S, angeschaut.
Ist ja nett, wie in alten Science-Fiction-Büchern geht es da zu.

Nur eine Frage hätte ich da an Apple:
Warum gibt es Siri nicht für Mac OS X?
Dann könnte ich mit meinem MacBook Air reden, das würde mir schon gefallen…

9. Oktober 2011

NeoOffice + / LibreOffice -

9. Oktober 2011 23:18

Das aktuelle NeoOffice ist das erste Office-Paket, das die neuen Lion-Features (Autosave und vor allem Versionen) voll unterstützt. Damit ist es derzeit das beste Office für den Mac.
Die Möglichkeiten um das Versionen-Feature sind in der Praxis Gold wert. Leider (?) gewöhnt man sich sofort an den neuen Komfort und die zusätzliche Sicherheit, und wundert sich dann in Programmen, die das noch nicht haben, wie man jemals “ohne” auskommen konnte…
Die zahlreichen Updates des LibreOffice-Pakets teste ich immer sofort, ob sie noch den Bug beim Serienbrief-Drucken haben – leider ja, immer noch, so dass dieses Paket für mich derzeit auf keinen Fall in Frage kommt – Versionen kann es natürlich auch noch nicht, dafür hat es einige andere Verbesserungen. Hoffen wir, dass die positiven Eigenschaften bald zusammenfließen.

18. September 2011

MacBook Air: Lion als Luftikus

18. September 2011 1:40

Das 11″ MacBook Air ist wirklich super zum Mitnehmen, überall hin, sogar aufs Klo…
Wir waren zwei Tage unterwegs, und ich hatte es immer im Rucksack. Leicht und klein, man merkt es kaum.
Aber vielleicht ein bisschen zu luftig, die Sache… Wie war das mit der Siemens-Luftleitung?

Denn es gibt ein Problem mit der WLAN-Sicherheit. (Im neuen Apple-Deutsch heißt WLAN jetzt Wi-Fi.)
Ich wollte den Ethernet-Internetzugang per WLAN für das Air meiner Frau freigeben.
Also brav wie früher auch erst mal ein AdHoc-WLAN angelegt, mit WEP-Verschlüsselung, die ist zwar lausig aber besser als nichts, und WPA kann der Mac nicht selbst anlegen, warum auch immer.
Dann in der Systemeinstellung “Freigaben” (früher: Sharing) den USB-Ethernet Zugang über Wi-Fi freigegeben – fertig, denkt man.
Allerdings, es funktioniert – nur ohne jegliche Verschlüsselung.
In Lion muss man es richtig anders herum machen:
Zuerst in die Systemeinstellung Freigaben, dort unter Internetfreigabe den USB-Ethernet Zugang über Wi-Fi freigegeben anklicken, dann auf Wi-Fi Optionen (darunter) klicken, und dort die WEP-Verschlüsselung einstellen.
Soweit so gut, aber es hat einfach nicht funktioniert, der Client-Mac konnte sich mit diesem so angelegten WLAN nicht verbinden (angeblich wegen Zeitüberschreitung).
Ich habe es mit der längeren Verschlüsselung mehrfach versucht, das ging jedenfalls nicht. Mit der kürzeren (40bit) Variante habe ich es dann auch noch versucht, und es ging nicht, aber da bin ich mir nicht sicher, das muss ich bei Gelegenheit nochmal prüfen. Ohne Verschlüsselung geht es gut, aber das ist dann doch in einem Hotel nicht gerade sinnvoll, da kann ja jedes Smartphone und jedes beliebige Notebook gleich mit rein. Da muss Apple noch nachbessern!

Noch eine Beobachtung dazu: wenn man zuerst das AdHoc-WLAN anlegt, entsteht wirklich ein AdHoc Netz. Sobald man aber die Internetfreigabe benutzt, macht Mac OS X dann ein normales WLAN draus (”managed”-Mode oder AccessPoint Mode, wie man es halt nennen will). Das wäre ja auch gut, nur die Verschlüsselung sollte schon funktionieren…

14. September 2011

neue Äpfel im Haus

14. September 2011 16:59

moderne Zeiten… die Kinder haben ein iPad, und wir 2 MacBook Airs.

MacBook Air 11Zoll 4GB RAM 256GB Flash auspacken MacBook Air 11Zoll 4GB RAM 256GB Flash einschalten
Meins ist das kleinere – äußerlich klein, innen aber fett: 1,8GHz Core i7, 4GB RAM, 256GB Flash.

Auspacken und “migrieren” von den jeweiligen MacBook Pros war leicht, und man hat dann ein fertig eingerichtetes Arbeitsgerät, abgesehen von den vielen Stunden, die so was dauert.
Und abgesehen von den paar Kleinigkeiten, die beim Migrieren nicht mitkommen. ZB die Bluetooth-Geräteverknüpfungen, Time Machine Einstellungen und ein paar weniger wichtige Systemeinstellungen.

Was bei meinem 11″ MacBook Air nicht richtig funktioniert, ist das Bluetooth-Pairing: es geht zwar, aber wenn ich die Systemeinstellungen schließe und wieder öffne, sind die Paarungen wieder vergessen, warum auch immer. Trotzdem kann ich über mein Nokia N900 per UMTS ins Internet, also auch nicht so schlimm.
Vielleicht wird der Fehler dann in 10.7.2 behoben…

23. August 2011

Mac OS X Lion Sleep Problem

23. August 2011 20:59

Eine Macke des Lion ist seine Unwilligkeit, einzuschlafen. Zumindest solange ein Mac am Netzteil hängt, mag er oft nicht in den Ruhezustand gehen, weder beim Schließen des Displaydeckels, noch beim Menü-Aufruf “Ruhezustand” aus dem Apfelmenü.
In diesem Apple-Forum habe ich nun Tipps gefunden, wie man dem Problem auf die Spur kommen kann, und in bestimmten Fällen auch auf eine Lösung. Einfach ist es nicht.

In einem Terminal gibt man den Befehl ein: “pmset -g
Die Ausgabe könnte so ähnlich aussehen:

rmMacBook:~ rm$ pmset -g
Active Profiles:
Battery Power -1
AC Power -1*
Currently in use:
womp 0
autorestart 0
halfdim 0
sms 1
panicrestart 157680000
gpuswitch 2
hibernatefile /var/vm/sleepimage
networkoversleep 0
disksleep 10
sleep 0 (imposed by 51, 14681)
hibernatemode 3
ttyskeepawake 1
displaysleep 0
acwake 0
lidwake 0

Von dem ganzen Wust ist hier nur der Wert hinter sleep interessant. Steht da 10, sollte das MacBook (oder anderer Mac) problemlos einschlafen.
Hier steht da aber eine Null, auch nicht schlimm, aber dahinter nach “imposed by” die Prozessnummern der das Schlafen blockierenden Prozesse.
Um die herauszufinden, kann man zB ps und grep verwenden:

rmMacBook:~ rm$ ps aux | grep 51
... (irrelevante Zeilen gelöscht)
root 51 0,0 0,1 2462648 4016 ?? Ss Sa11pm 0:00.86 /usr/sbin/cupsd -l
... (irrelevante Zeilen gelöscht)

rmMacBook:~ rm$ ps aux | grep 14681
rm 16270 0,1 0,0 2426700 336 s001 R+ 8:22pm 0:00.00 grep 14681
root 14681 0,0 0,4 2481524 15168 ?? Us 2:56pm 0:15.77 /System/Library/CoreServices/backupd

Es gibt also gleich zwei Probleme: einerseits cupsd, der Demon des CUPS Drucksystems. In meinem Fall gab es noch einen alten Druckauftrag in der Druckerwarteschlange, den ich mithilfe der Druckerwarteschlangenverwaltung bequem löschen konnte – diese ist in den Systemeinstellungen unter Drucken&Faxen zu finden.
Blöder ist das zweite Problem, der Prozess backupd gehört wohl zur TimeMachine, dh immer wenn die TimeMachine läuft, geht der Mac nicht freiwillig in den Ruhezustand? Das ist ja extrem lästig, zumal diese Sicherungsvorgänge übers WLAN, das neuerdings Wi-Fi heißt, ja geradezu ewig dauern… Bäähhhh!
Aber es könnten noch ganz andere Dinge zum Vorschein kommen, so haben andere User in dem genannten Forum berichtet, dass bestimmte Musiksoftware, Kodakdrucktreiber, Passwortverwaltungssoftware, Internetfreigaben, und sogar das laufende Mail-Programm hier blockierend wirken können. All dies müsste mit der oben geschilderten Methode herauszufinden sein, aber vieles davon lässt sich nicht wirklich lösen, da muss wohl Apple selber ran…

Lion plus-minus

23. August 2011 15:44

meine persönliche Liste:

+++ Pluspunkte von Lion
+ Blättern innerhalb von laufendem Screensaver (Diashow)
+ Versionen von Dateien, ähnlich TimeMachine, aber einfacher, direkt aus der App heraus bedienbar
+ Vollbildmodus für neuere Programme
+ Airdrop (nur für relativ neue Macs)
+ bessere Gestenunterstützung
+ alle Fensterecken und -ränder können zum Vergrößern/Verkleinern von Fenstern verwendet werden – womit eine Macintosh-Macke vom allerersten Mac 1984 behoben ist – nach 27 Jahren!

— Minuspunkte von Lion
- MS Office 2004 geht nicht mehr
- alle Programme mit PowerPC Code gehen nicht mehr (da Rosetta gestrichen wurde)
- Mission Control für neue User eher verwirrend als vereinfachend (Exposé+Spaces)
- man sieht nicht mehr auf Anhieb, auf welchem Space man ist
- kein iSync mehr – Fremdhandys ausgesperrt (aber das alte iSync lässt sich u.U. zurückholen)
- iCal: selten hässlich, und das Kalenderpopup, das die Seitenleiste ablöst, ist unpraktisch
- Adressbuch: extrem umständlich zu bedienen, eine Katastrophe bzgl. Usability
- Safari-Downloadmanager: kann man nicht mehr neben Safari offenhalten
- Einschlafverhalten von MacBooks ist seltsam bzw. unzuverlässig bei Netzbetrieb

den Löwen zähmen

23. August 2011 15:40

hier mal meine gesammelten Anpassungen nach der Lion-Installation:

Mail:
Menü Darstellung/Postfachliste einblenden
Menü Darstellung/Symbolleiste anpassen… Anzeigen: Symbol und Text
Menü Mail/Einstellungen…: Darstellung: Listenansicht 1 Zeile (oder wie auch immer)
bzgl. Autokorrektur siehe weiter unten…

Finder:
Menü Finder/Einstellungen: Allgemein: Neue Finder-Fenster zeigen: Macintosh HD (oder Homefolder)
Menü Finder/Einstellungen: Seitenleiste: wegklicken ‚ÄûAlle meine Dateien”

iSync:
wenn nötig aus TimeMachine zurückholen zB für Nokia Phones
- aber das muss man baldigst machen, denn später will Lion die alten TimeMachine Backups löschen, und beginnt ganz von vorne mit dem Sichern – dann ist iSync unwiderruflich weg!

Programme zu bestimmtem Space zuordnen: (Spaces = Schreibtische)
zuerst mit Mission Control (drei Finger nach oben oder im Dock) auf gewünschten Space wechseln –
dann per Rechtsklick im Dock auf das Programmsymbol, Untermenü Optionen, an den aktuellen Space binden

Adressbuch:
man beachte den roten Umschalter zwischen Gruppen und Kontakten

Kalender:
Zweifingergesten links-rechts für zB Monatsblättern: Animation sieht genauso gut aus, wie das Kalenderfenster scheußlich aussieht…

Safari:
Download-Manager: bei laufendem Download kommt rechts neben Suchfeld oben rechts ein kleines Icon, ein Klick darauf öffnet den neuen Downloadmanager
Text zoomen: wenn der Text zum Lesen zu klein ist, machen der Menübefehl ‚Äûnur Text zoomen” und anschließendes Zweifinger-Pinchen das Falsche. Stattdessen muss man mit Befehl-+ und Befehl– (Befehl+Plustaste, Befehl+Minustaste) arbeiten, damit der Text richtig umbrochen wird

Safari, Mail, TextEdit und vielleicht noch in anderen Programmen
unter
Menü Bearbeiten/Rechtschreibung und Grammatik/Rechtschr. automatisch korrigieren
abschalten! Sonst gibt es böse Effekte… man schreibt was und plötzlich steht was anderes da… tztztz! Wer sich das ausgedacht hat muss ein Analphabet gewesen sein!
Besonders blöd in Safari, wenn man was in eine Web2.0 Site reinschreibt (Twitter, Foursquare, FaceBook, eBanking, Skype, iChat) was sich nachher dann nicht oder kaum ändern lässt (wenn man es erst nach dem Abschicken bemerkt hat).
Ich merke grad, in Mail gibt‘s dann immer noch eigenmächtige Änderungen, man muss ‚ÄûTextersetzung” auch noch abschalten… Sapperlot. Aufstand der Maschinen… es geht schon los!

Java:
Java wird nicht mehr mitinstalliert mit OS X. Aber sobald ein Programm Java braucht (zB Neooffice) bietet der Mac an es nachzuinstallieren, sehr praktisch.

21. August 2011

ein Monat mit dem Löwen

21. August 2011 22:33

Nach einem Monat mit Lion muss ich sagen, feine Sache. Ein paar kleinere Bugs hier und da, aber im Großen und Ganzen schnurrt die Raubkatze sanft und zufrieden vor sich hin.
Und nun noch ein erstes Update auf 10.7.1 – aber von eher theoretischem Nutzen. Wenn sie jetzt noch die Cloud so hinkriegen, wie sie sein sollte, wärs richtig gut.

26. Juli 2011

Lion und TrueCrypt

26. Juli 2011 14:11

Ich musste heute zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich meine TrueCrypt-verschlüsselte Datei nicht als Volume mounten konnte.
Nach kurzem Surfen fand ich im TrueCrypt-Forum den Tipp, wie man die fehlende 64-bit Version von MacFUSE nachinstalliert: Download von
http://static.caurea.org/MacFUSE/MacFUSE-2.1.7.dmg, dann normal installieren.
Nachher geht TrueCrypt 7.0.1 wie gewohnt, auch mit Mac OS X 10.7 Lion.

24. Juli 2011

Abschreibfehler in Lion-Tipps

24. Juli 2011 22:05

Auf mehreren Sites (u.a. MacTechNews.de, heise.de) gibt es Fragen und Antworten bzw. FAQs zu Lion. Nicht immer richtige Antworten, allerdings. Mir kommt vor, die schreiben voneinander ab, ohne es auszuprobieren.

  1. persönliche Library im Finder anzeigen:
    Es ist nicht nötig, die Alt-Taste zu drücken, wenn man den Finderbefehl “Gehe zu…” verwenden will. Es reicht, im “Gehe zu”-Menü den Befehl “Gehe zu Ordner…” aufzurufen, dort dann zB eintippen: “~/Library”
    Die Library wird angezeigt, solange man das Finderfenster offen hat, zwar grau, aber funktionsfähig.
  2. Dashboard per Tastendruck aufrufen:
    Zumindest auf MacBooks kann man nach wie vor die Taste Dashboard verwenden (das ist F4), um Dashboard aufzumachen – dazu braucht man nichts an den Mission Control Einstellungen zu ändern, man kommt also auch durch Trackpad-Rechtswischen mit drei Fingern hin, nach wie vor.

22. Juli 2011

holpriger Löweneinzug: Lion ziert sich

22. Juli 2011 11:35

(wichtige HowTo Regel am Ende des Artikels.)

Gestern habe ich mir den Lion (Mac OS X 10.7) heruntergeladen, fette 3,5 GByte, mit dem von mir bisher ungenutzten Programm “App Store”.
Am Ende hatte ich ein neues Icon im Dock, wie ein laufendes Programm sah das aus. Und wo hat mir der Snow Leopard das Lion-Archiv hingeladen? Ich konnte die riesige Datei nirgends finden auf der Festplatte…
(Lösung: das neue Programm “Mac OS X Lion Installer” *ist* die heruntergeladene Datei, nämlich Installationsdatei und Archiv in einem! Thx an TM für den Tipp…)

Dieses Programm angeklickt, und schon geht ein spezielles kleines Programmfenster auf. Man klickt auf Weiter oder so was in der Art, und stellt sich innerlich auf eine Wartezeit ein. Ich zum Beispiel ging zur Maschine, mir einen Café aufbrühen… Doch gleich kam ein Neustart. Ich zurück zum Rechner. Dort ein grau-texturierter Bildschirm, mit oben dem gewohnten Menüstreifen, und in der Mitte einem kleinen Fensterchen mit vier Einträgen. So weit ich mich erinnere, waren das

  • Festplattendienstprogramm
  • Onlinehilfe
  • Neuinstallation von Lion mit löschen aller alten Accounts und Daten
  • alten Zustand mit TimeMachine wiederherstellen

also alles nicht das, was ich wollte: einfach das bestehende 10.6.8 auf 10.7 updaten. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich bin stolz drauf, dass mein OS X von 10.2.7 beim PowerBook G4 17″ damals, September 2003, bis heute durchgehend durch Updates aufgerüstet worden ist, über den Architekturwechsel von PowerPC zu Intelchips, zu Mehrkernprozessoren, alles hat mein Betriebssystem nahtlos mitgemacht, ohne dass ich jemals wirklich von vorne anfangen musste. Und nun weigert es sich? Das darf nicht sein!
Ich hab dann die Onlinehilfe aufgerufen, und ja, dort konnte ich zu den Diskussionsforen navigieren, und fand da Leute, denen es ähnlich ergangen ist.
Es geht wohl um Probleme mit der Festplatte. Also Festplattendienstprogramm und “Volume reparieren”.
Allein, das Festplattendienstprogramm vom Lion fand vier Fehler und gab dann auf! “Volume kann nicht repariert werden. Sichern Sie soviel wie möglich und formatieren Sie die Platte neu.”
Na toll. Immerhin, gesichert hatte ich vorher, dh ich hatte darauf geachtet, dass TimeMachine komplett durchgelaufen war am Morgen.
Ich dachte, das kann’s doch nicht sein. Dann probier ich es nochmal mit dem Festplattendienstprogramm vom Snow Leopard.
Um zum alten System zurückzukommen, reichte es aber nicht, Neustart aufzurufen. Ich landete immer wieder in dem kleinen Mini-Lion Lifesystem, eine Technik, die sich Apple wohl von Linux abgeschaut hat. Eigentlich genial, wenn das enthaltene Dienstprogramm entsprechend fähig gewesen wäre… war es aber nicht. Pfui.
Mit dem Apfelmenübefehl “Startvolume…” konnte ich dann die interne Festplatte auswählen, der nächste Neustart brachte mich zurück in mein altes System.
Von dort die Snow Leopard DVD gestartet, mit dessen Festplattendienstprogramm das Volume repariert, was geschlagene 45 min gedauert hat, und fertig, alles in Ordnung.
Und nochmal den Lion Installer gestartet, diesmal lief er durch wie er sollte.
Ufff!
Allerdings nahm er sich statt der angekündigten 33 Minuten dann doch lieber 63 Minuten.
Aber genau um fünf vor zwölf war es soweit, und mein fettes 17″ MacBook Pro bootete mit Lion.

Merkregel / HowTo:
Vor der Installation von Lion unbedingt per Festplattendienstprogramm
- Zugriffsrechte reparieren
- Volume reparieren (wozu man meist von der Snow Leopard DVD starten muss, dann aber nicht installieren sondern Menü Dienstprogramme/Festplattendienstprogramm benutzen)
- und natürlich darauf achten, dass ein vollständiger TimeMachine Sicherungslauf mit den aktuellen Zuständen vorliegt

noch immer meins: N900 Maemo

22. Juli 2011 10:56

Wirklich das interessanteste Handy, was ich je hatte, ein unerschöpfliches Feld zum Spielen mit Shellbefehlen, Skripten, Apps, Netzwerkhacken, etc. etc., mit einem Wort: Linux, ein richtiges Linux für die Hosentasche.
Leider braucht es alle paar Tage einen Neustart, weil der Hauptspeicher zu knapp ist und der Swapbereich anscheinend suboptimal genutzt wird, so dass das Gerät nach 5 oder auch 8 Tagen ziemlich zäh zu reagieren anfängt, Zeit für ein Reboot.
Gestern war die uptime 8 Tage, aber es lief noch gut – bis ich eine Webseite mit Flash-Inhalten aufrief: nach ein bisschen hin- und herblicken in der Flash-basierten Bildergalerie eines franz. Hotels stürzte es ab – nicht nur Flash, auch der Browser, ja gar das ganze Linux fror komplett ein, nicht mal mehr über das Netz zu erreichen. (Sonst, wenn “nur” die Oberfläche eingefroren ist aber nicht der Kernel, kann man sich über SSH von einem anderen Computer einloggen und das Maemo-Linux geordnet herunterfahren, statt einfach nur den Akku herauszureißen…).

Interessant: seit Monaten kämpfe ich mit der Foursquare-App “FourCircle”, die zwar eigentlich sehr spartanisch, reduziert und somit schnell und sparsam daher kommt, genau was mir gefällt, da ich für UMTS keine Flatrate habe. Aber diese App stürzt bei mir von drei search-venue/check-in-Versuchen bei zweien ab, durchschnittlich, was den Geschwindigkeitsvorteil und die Datensparsamkkeit doch sehr reduziert, bzw. in eine Nervenprobe ausartet. In letzter Zeit bin ich dann immer öfter auf den Webclient Cotchin ausgewichen.
Vor einer guten Woche habe ich aber ein paar andere Programme (Neudeutsch: Apps) aus dem extras-devel Katalog heruntergeladen, zB Sociality und noch zwei andere, und seitdem ist mir FourCircle kein einziges Mal mehr abgestürzt. Ob das an den aktualisierten (Qt/QML, …)-Libs liegt, die die anderen neuen Apps mitgeschleppt haben?

8. Juni 2011

Was kommt da für ein Löwe?

8. Juni 2011 21:00

Nach der Keynote der WWDC habe ich die Mitschrift von heise.de gelesen und war leicht schockiert. Was da über iOS drinstand, war mir ja (noch) ziemlich egal, bzw es hat mich mal wieder amüsiert, wie Apple Features als weltbewegende Neuerungen verkauft, die auf anderen Plattformen längst vorhanden sind und gut funktionieren, wie zB das Exposé-artige Umschalten zwischen laufenden Apps, oder dem Nachschauen aufgelaufener Benachrichtigungen: auf meinem 2 Jahre alten Nokia N900 mit Maemo war das immer so und bei anderen Systemen (WebOS, Android, …) zumindest teilweise.
Aber was da über Mac OS X Lion stand, klang für mich nicht gut: alles Vollbildmodus, Gesten statt Scrollbar, Daten in der iCloud, das klang mir allzusehr nach vollkommener Bevormundung à la iOS, statt dem User die Freiheit zu lassen, was er wo haben will und wie er mit seinen Daten umgehen will.
Aber nun habe ich die Original-Feature-Liste gelesen auf Apple.com, und siehe da, es klingt alles sehr vernünftig und durchaus spannend.
Da kommt Vorfreude auf.
Wenn man bei manchen Features doch schmunzeln muss: Das Versioning im Dateisystem hatten wir doch schon in den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf zB DEC-Computern?
Und das LaunchPad ist doch einfach nur vom iPhone übernommen. Ach ja, mal sehen wie sich das am großen Bildschirm, und ohne Touch, dann anfühlt.
Aber sonst: Auf geht’s in die neuen Zeiten.
Wirklich skeptisch bin ich nur bzgl. der iCloud. Aber wir werden sehen. Vielleicht haben die Künstler bei Apple ja doch was gelernt.

30. April 2011

Bewegungsprofile

30. April 2011 21:18

Da regen sich die einen fürchterlich auf, wie schlimm doch Apple ist, per iPhone Bewegungsprofile seiner Kunden zu sammeln. Ohne ihnen das zu sagen, ohne es abschaltbar zu machen… Inzwischen ist bekannt, das war hauptsächlich heiße Luft, von Bewegungsprofil kann man auf keinen Fall sprechen. Die gespeicherten und unverschlüsselt zugänglichen Datenpunkte enthalten Koordinaten, an denen der Benutzer vielleicht mal war, vielleicht aber auch nicht – und schon gar nicht zu dem gespeicherten Zeitpunkt. Also beweist so eine Datei weder, dass man an einem bestimmten Ort war, noch dass man an einem nicht vorkommenden Ort nicht war, und über die Zeit sagt es auch nichts aus – es sagt letzten Endes gar nichts verwertbares aus.
Jetzt wird auch Google wieder gejagt, die machen das ja auch, und Microsoft natürlich… ach du liebe Güte.
Das sind also die einen.

Die anderen posten ihre Bewegungsdaten öffentlich ins Internet, vor allem über die Social Networking Site FourSquare, und sind noch stolz darauf, und haben viel Spaß damit. (Ich weiß, wovon ich spreche…) Dazu habe ich kürzlich irgendwo gelesen “Privatspäre ist doch sowas von gestern!”

Wer ist nun dümmer, die einen oder die anderen? Hmm… wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe, denke ich mal drüber nach…

29. April 2011

Ubuntu 11.04

29. April 2011 14:58

Hab mir gestern das neue Ubuntu 11.04 auf mein MacBook Pro geladen, unter VirtualBox, das inzwischen bei Version 4.0.6 angekommen ist.
Funktioniert im Prinzip einwandfrei, extrem nervig war nur das schneckenlangsame Nachladen von aktuellen Dateien aus dem Internet während der Installation. Da kamen nur Byte-weise ein paar Megabyte daher, nach einer Stunde habe ich das übersprungen. Dafür gibt es immerhin einen Knopf.
Zuerst startete Ubuntu im Kompatibilitätsmodus, weil ich vergessen hatte, 3D-Beschleunigung einzuschalten in der VM. Nachdem ich das nachgeholt hatte, dann die große Überraschung. Ubuntu kommt ja jetzt mit Unity daher, nicht mehr mit Gnome.
Ob ich da jetzt diverse Dinge verwechsle, die ich in letzter Zeit über Unity und Gnome 3.0 gelesen habe, oder nicht, ich weiß nicht.
Jedenfalls ist Unity super! Man muss sich schon Zeit nehmen, es brauchbar einzurichten, aber schwer ist das nicht. Vor allem muss man die gewünschten Programme in die Startleiste (”Starter”) reinschieben, und die nicht benötigten entfernen. Im Großen und Ganzen funktioniert der Starter ganz gleich wie das Dock in Mac OS X: Es nimmt ein paar Icons für Programme als Schnellstartknopf auf, es zeigt die gerade benutzten Programme an, und bietet noch ein paar Sonderfunktionen, wie den berüchtigten Papierkorb. Alles wie beim Mac.
Einige Arbeit sollte man auch in die “Systemeinstellungen” stecken, um diverse Kleinigkeiten anzupassen. Mich zum Beispiel macht es fertig, wenn ich nach 5 min bereits wieder mein Passwort eingeben soll, um den Bildschirm zu entsperren.
Leider zeigen sich auch schon bald ein paar Kinderkrankheiten, so heißen die Systemeinstellungen teilweise auch Kontrollzentrum, und noch beim Installieren kam eine Fehlermeldung des Paketsystems dpkg, was für neue User bestimmt ziemlich abstoßend ist. Auch die Bildschirmfoto-App produziert nur Mist, nämlich das Default-Hintergrundbild, ohne sonstwas drauf, egal was gerade auf dem Screen zu sehen ist. Seltsam auch, dass Empathy zum Chatten als eigenständiges Programm behandelt wird, während Gwibber zum Twittern in die Oberfläche integriert ist, in dem Sinne, dass man das Programm-Icon nicht im Starter als “laufend” angezeigt bekommt, und auch nicht selbst hineinziehen kann. Etwas inkonsistent.
Aber solche kleinen Macken verzeiht man einem System, das einen bewährten Unterbau mit einer wirklich neuen Oberfläche versieht, eher gerne.
Viel wird geschimpft über Unity, ich finde das komplett daneben. Erstens kann man sehr viel anpassen, zweitens passt sich Unity sehr wohl perfekt in meinen Riesenbildschirm (1920×1200 Pixel) ein, drittens funktioniert 3D-Desktop mit Unity auch innerhalb einer virtuellen Maschine wunderbar, womit das meiste, was ich an Kritik gelesen habe, widerlegt ist.
Und wenn man wirklichen Fortschritt will, muss man auch bereit sein, mit alten Gewohnheiten aufzuräumen. Ich finde, mit Unity ist ein großer Schritt nach vorne gelungen.
Ubuntu 11.04