28. Juni 2012

Spannungsgeladene Verhältnisse

28. Juni 2012 22:19

Nachdem Ende April endlich Ubuntu 12.04 erschienen war, habe ich mich mal wieder intensiver mit den großen Linux-Distributionen befasst.
Meine erste Distri überhaupt wäre damals diese seltsame Variante von Corel gewesen, die man in einer normalen Windows-Datei installieren und starten konnte. Damals in Windows 95… Lang ist’s her. Richtig funktioniert hat es nie.
1999 hab ich mir einen eigenen PC für Linux geleistet, mit Pentium III und SuSE 7.0. Auf diesem Rechner habe ich auch Mandriva und viele andere Distris ausprobiert, für die Arbeit bin ich aber bei SuSE geblieben.
Auf meinem Pentium4-Notebook von 2002 habe ich dann mit Debian begonnen, eigentlich mit guten Gefühlen, aber objektiv gesehen gab es viel Probleme einerseits mit zu neuer Hardware (WLAN) und andererseits mit nach Updates nicht mehr funktionierender X11-Oberfläche.
Aber auch SuSE lief ganz gut auf dem Notebook.

Später kamen die Mac OS X Rechner, und als die auf Intel umgestiegen waren, auch mit der Möglichkeit, Linux in virtuellen Maschinen zu fahren. Davon mache seither ausgiebig Gebrauch.
In den letzten Jahren habe ich immer die aktuellen Versionen von Ubuntu und openSUSE (unter VirtualBox) installiert, und ab und zu probiere ich auch was anderes aus.

So habe ich im Februar 2011 mal wieder Debian installiert, in Version 6.0.
Vor 2 Tagen hab ich das mal wieder gestartet und sich selbst aktualisieren lassen. Ach ja.
Allein schon die Tatsache, dass diese eineinhalb Jahre alte Distri immer noch die aktuelle ist… *seufz*
Immer noch ziemlich mixed-feelings zu dieser ehrwürdigen Distribution Debian, deren stabiler Zweig den einen schweren Makel hat: uralt. Es ist einfach immer uralt. Mindestens 12 Monate, oder auch viel mehr, hinter der aktuellen Entwicklung. Damit kann ich mich nicht wirklich anfreunden, wenn ich auch die Vorteile von Stabilität und (echter) Freiheit durchaus einsehe.

Und dann Fedora. Mit Fedora habe ich bisher immer Pech gehabt. In den USA die verbreitetste Distribution, und in Firmen die als zuverlässigste bekannte, hat bei mir immer schwerste Probleme gemacht. Probleme, die ich nicht lösen konnte.
Zuletzt Fedora 16 war die erste Version, die bei mir gelaufen ist, wenn auch nur mit Tipps aus Foren und ohne 3D-Graphik.
Und nun Fedora 17: wieder ein Reinfall. Nach der schön durchgelaufenen Installation neu booten und Blobb!!!!
nach dem Anmelden nur noch das Hintergrundbild auf dem Schirm, kein Menü, kein Icon, kein garnix. Kein Mausklick bewirkt irgendwas. Keine Tastendruck, einfach tot.
Dann 3D-Unterstützung in VirtualBox ausgeschaltet, und Fedora 17 startet durch. Toll. Toll? Na ja. Schön ist was anderes, vor allem der Font sieht grauenhaft aus, aber bitte. Immerhin läuft es.
Aber dann, ich muss die VirtualBox Gasterweiterungen installieren. Das sind im Wesentlichen Kernel-Module. Leider fehlt die Toolkette für Kernelmodul-Compilierung im installierten Image. Nach stundenlangem Suchen und Nachinstallieren hab ich es endlich, und die Gasterweiterungen sind installierbar. Endlich den ganzen Bildschirm nutzen können. Ach.
Muss das so kompliziert sein?

Ubuntu mag politische Nachteile haben, aber einen Vorteil hat es: Es läuft wie von selbst. Und das vielgeschmähte Unity finde ich in der aktuellen Version ziemlich genial. Und sehr stylisch, wenn auch stellenweise etwas spartanisch à la Apple.

In openSUSE hab ich auch suchen müssen, bis alles ging, aber erstens kenne ich mich in openSUSE eben schon aus, und zweitens: mit den 3D-Effekten sieht es toll aus und alles funktioniert bestens, dazu sehr schnell. Ein wirklich effizientes System, in dem man auch auf einem großen Bildschirm nicht das aktive Fenster suchen muss, weil es einem ins Auge springt…

Mit Fedora aber, da stimmt der Look nicht, da stimmt das Tempo nicht, und richtig auskennen tu ich mich auch nicht… das wird nix, mit Fedora und mir. Schade.

21. Juni 2012

Microsoft kommt ganz groß

21. Juni 2012 22:00

Wenn ich die Kommentare lese über Microsoft’s Ankündigung des Surface Tablets, dann denke ich mir, die Leute haben nichts verstanden. Nicht mal die Redakteure von heise.de (c’t) scheinen zu begreifen, was da unter der Oberfläche (”Surface”, haha!) abgeht oder abgehen wird.
Microsoft hat ein Tablet vorgestellt, und alle reden von Preisen, Lieferbarkeit, von Kompatibilität mit div. Altsoftware (=Altlasten) etc. etc. und vergleichen das mit Apple’s iPad, das allgemein als Gerät nur zum Spielen und Konsumieren wahrgenommen wird.
Oh weh!
Dabei hat Steve Jobs das von der ersten Vorstellung der iPads an doch so schön und deutlich gesagt, die Zukunft der herkömmlichen PCs geht zu Ende, die Zukunft sind mobile Geräte. Und wie recht er gehabt hat, ist nun eigentlich leicht zu sehen, aber die Leute ignorieren das. Das iPad kann auch zum Spielen verwendet werden, ja, aber es wird rund um die Welt als Arbeitsgerät genutzt. Vom Militär über die NASA, von der Industrie über Versicherungen und Handelsketten. Das iPad hat Tausende Produktivitäts-Apps (für Wirtschaft, Finanzen, Bildung, Medizin, Dokumentation…) und ersetzt nicht nur jetzt schon Millionen von PCs in der Arbeitswelt, sondern erschließt neue Anwendungsmöglichkeiten, die mit PCs gar nicht möglich gewesen wären.
So weit, so spannend.
Jetzt geht es aber erst richtig los.

Microsoft betritt die Bühne, mit Windows 8, Metro und Surface.
Das klingt so wie ein “ich will da auch mitmischen”, bei dem Welterfolg des iPad.
Aber es ist viel mehr.
Diesmal, vielleicht zum ersten Mal, denkt Microsoft groß.
Microsoft sind Kleinigkeiten wie Preise, Kompatibilität, Konkurrenz etc. diesmal egal.
Diesmal geht es ums Ganze.
Microsoft denkt die Arbeitswelt neu.
Das bezieht alles ein, was die (heutige Büro-) Arbeitswelt so ausmacht.
Von den Abläufen und Geschäftsprozessen in den Unternehmen und Organisationen angefangen, über die Architektur und die Innenarchitektur der Gebäude, die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse, bis zu den informationstechnischen Werkzeugen (früher: PCs, ganz früher: Großrechner) – alles wird neu gedacht.
Dabei steht, wie in der Keynote zur Vorstellung von Surface vielfach betont, Mobilität und Flexibilität im Vordergrund, allein schon, weil es in dieser neuen Arbeitswelt keine festen Schreibtische oder zur Person zugeordneten Büros mehr geben wird – da machen herkömmliche PCs einfach keinen Sinn mehr. Also alles mobil, während bei der Hardware geradezu manischer Wert auf Perfektion und Ästhetik im kleinsten Detail gelegt wird.
Und die erste Manifestation dieser neuen industriellen und gesellschaftlichen Revolution ist eben das Tripel aus Windows 8, dem touch-orientierten Metro, und der Hardware Surface.
Bleiben zwei spannende Fragen:
1. Wird Microsoft’s Konzept aufgehen?
2. Was wird sich Apple einfallen lassen, um den gerade erst in die Tür gebrachten Fuß bei Arbeitsweltanwendungen nicht gleich wieder von Microsoft zertreten zu bekommen?

Und noch eine Nachbemerkung:
Wie lächerlich klingen in Anbetracht dieser Visionen die Fragen der ewigen Windows-Hardliner (um nicht zu sagen: der ewig Gestrigen) nach der Lauffähigkeit von XY-Legacy-Windowsprogrammen auf dem Surface… oder wie lächerlich ist die Frage, ob so ein Tablet 200 ‚Ǩ mehr oder weniger kostet…
Und: viel Spaß bei der Suche nach einem “PC” in einem Bürohaus von 2020 oder 2025… wenn es dann noch Bürohäuser gibt…

20. Juni 2012

Surface und Windows 8

20. Juni 2012 21:40

Ich hab mir die Keynote von Microsoft gegeben, vom Montag.
(Z.B. hier: http://www.theverge.com/2012/6/19/3096420/microsoft-surface-event-video-live/in/2859835 )

Ganz schön interessant, wieviel sich Microsoft da allein mit den Materialien und der Gehäuse-Hardware angetan hat. Da müssen sich die MS-Partner hp, Samsung, HTC, Toshiba, Lenovo usw. usw. warm anziehen, um da auch nur ungefähr mithalten zu können.
(Was man von der Computertechnik-Seite der Hardware hört, scheint eher weniger sensationell zu sein.)
Allein schon diese Touch-Cover Tastatur ist ein HiTec-Gerät vom Feinsten, wenn es denn halten wird, was in der Show versprochen wurde. Erst recht der Gehäuserahmen aus dieser speziellen Vapor-Mg Legierung.
Von der Software wurde wenig gesagt, außer dass es eben voll und ganz für Windows 8 designt worden ist, und dass es der PC der Zukunft ist, nicht nur wie ein PC, sondern der PC. Diese Aussage finde ich mutig, wenn auch (wieder mal) ein bisschen oder ein bisschen viel von Apple (von denen auf’s iPad bezogen, eh klar) übernommen…
Insgesamt vielversprechend, aber eben: versprechend, im Grunde nichts als Ankündigungen. Im Herbst soll das “kleinere” ARM-basierte Surface für Windows RT kommen, natürlich nur, wenn Windows 8 dann auch da ist, und drei Monate später das andere, x86-basierte Gerät für Windows 8 Pro. Da geht noch viel Wasser die Donau runter, und die Konkurrenz schläft nicht, jetzt jedenfalls nicht mehr…

hübsches Vögelchen: Gimp 2.8

20. Juni 2012 8:05

sieht ja gut aus…
Gimp 2.8
der neue Gimp 2.8.
Es gibt einen Ein-Fenster-Modus, und auch sonst ein paar Neuerungen.

Zudem musste ich für diese Version von Gimp das offizielle X11 (2.6.4) von Apple auf das neueste XQuartz (2.7.2 nicht von Apple, sondern von der Community weiterentwickelt) updaten. Das mache ich ungern, denn zu viele wichtige Programme hängen von funktionierendem X11 ab:
gFTP, Bluefish, Inkscape, (und natürlich Gimp). Ein wesentlicher Teil meiner Productivity-Software…
Und das Updaten lief schon gleich ein wenig schräg ab, denn das alte X11 ließ sich nicht löschen und das neue installiert sich daneben, nicht drüber, obwohl die Innereien vermutlich doch überschrieben worden sind… wie gesagt, schräg. Jetzt hab ich zumindest beide Hauptprogramme im Programm-Ordner, die im System verstreuten Bibliotheken hoffentlich nur einmal.
Aber siehe da: gFTP und Bluefish laufen nicht nur mit dem neuen XQuartz, sondern sie sind auch viel schneller, und vom Starten der Programme merkt man gar nichts mehr, kaum hat man den Shortcut geklickt, springt schon das Programmfenster auf.
Nicht ganz so schnell kommt Inkscape hoch, aber immerhin, auch dieses geniale Zeichenprogramm läuft einwandfrei.

19. Juni 2012

im richtigen Format

19. Juni 2012 12:53

Das sympathischste an den neu angekündigten Microsoft Tablets “Surface” ist für mich, dass sie konsequent auf das Querformat ausgerichtet sind.
Schluss mit dem Hochformat-Unsinn, ein Tablett ist doch kein Handy.

Ansonsten – bin mal gespannt, ob sich die treuen Windows-User auf das Abenteuer Metro-Oberfläche einlassen werden. Ich habe Metro noch nicht selbst ausprobieren können, mir kommt es aber sehr interessant vor.
Aber die Windows-User wollen ja immer alles so, wie es immer war, und bei jeder neuen Windows-Version wird immer als erstes alles Neue, soweit möglich, abgeschaltet. Bloß keinen Fortschritt.
Bei Microsoft in der Forschung&Entwicklung zu arbeiten, ist ein undankbarer Job…

Pixelwahn und Updatequalen

19. Juni 2012 10:27

Mit dem neuen MacBook Pro mit “Retina-Display”, wie Apple die superhochauflösenden Bildschirme seit iPhone 4 nennt, kamen auch Updates für diverse Programme, insbesondere iPhoto und iMovie. Diese Programme sind eigentlich nicht sehr groß, weit weniger als 100 MByte, aber beide enthalten allerlei Beigaben, nämlich Vorlagen für Postkarten, Kalender, Fotobücher, und für iMovie Vorlagen für Titel, Vor- und Abspanne und dergleichen. Dieses Zeugs muss nun auch in voller Schönheit glänzen können, also hat Apple alles auf die vierfache Pixelmenge hochgerechnet.
Damit bekomme ich zB für mein winziges 11″ MacBook Air nun Updates auf’s Auge gedrückt, die ziemlich fett sind und dazu für mich ganz umsonst: das iPhoto Update ist 630 MByte schwer, das iMovie Update ist gar größer als 1 GByte. So eine Platzverschwendung. Ich hab ja nicht vor, Filme in 4k Kinoqualität zu gestalten! Apple sollte dem User überlassen, in welcher Qualität er die Vorlagen haben will, und diese getrennt von der Software anbieten.

13. Juni 2012

Apple: Probleme mit Update

13. Juni 2012 14:03

Am Montag nach der Keynote hat Apple etliche Updates für Programme und Systemkomponenten von Mac OS X rausgeschickt.
Wer schon Thunderbolt-Anschlüsse an seinem Mac hat, bekam das “Thunderbolt 1.2 software update” angeboten über den üblichen Befehl “Softwareaktualisierung…” oder automatisch.
Am Dienstag kursierten Meldungen im Netz, dass viele User ihren Mac hinterher nicht mehr starten konnten. Nach dem Thunderbolt-Update war eine Neuinstallation des Systems Lion nötig, nerven- und zeitaufwändig.
Dazu braucht man das Update nur dann, wenn man den neuen Ethernet-über-Thunderbolt-Adapter verwenden will, den aber noch kaum jemand hat (das Teil wurde auch erst am Montag angekündigt).
Heute habe ich nun die Softwareaktualisierung aufgerufen, und siehe da, Apple hat das fehlerhafte Update wohl zurückgezogen, jedenfalls wurde es auf unseren beiden MacBook Air nicht angeboten. So soll es sein. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn Apple den Fehler vor der ersten Auslieferung selbst bemerkt hätte…

31. Mai 2012

Märklin Modelleisenbahnsteuerung

31. Mai 2012 22:22

Kürzlich hab ich ja hier von meinen Scripts und meiner Handy-App berichtet, die meine Eisenbahnanlage (Spur 1) vollautomatisch oder per Touch steuern.
Dann bekam ich eine neue Lokomotive (BR 80) mit original Märklin mfx-Dekoder.
Zu meiner großen Enttäuschung ließ sich diese Lok nicht mit meinen Programmen steuern. Sobald ich die Lok auf die Schienen setzte, und eines meiner Programme startete, begann das ganze System zu spinnen. Anscheinend konnte mein Programm die Lok nicht wirklich übernehmen, und die Lok führte ständig abwechselnd die Befehle meines Programms und die der CS2 aus. Bei Beleuchtungsfunktionen führt das zu hässlichem Flackern des Lichtes, bei Fahrfunktionen zu Stottern des Antriebs und in Folge zur totalen Unkontrollierbarkeit. Nicht gut.
Gestern hatte ich die Idee, den Befehl zur Abschaltung von Gleisprotokollen mal auszuprobieren. Ich schaltete mfx komplett ab. Und siehe da, es funktionierte alles wieder wie es sollte.
Somit habe ich zwar das mfx-Format nicht wirklich gelernt zu beherrschen, aber ich habe mich von ihm befreit.
Jetzt läuft die neue Lok sozusagen im Kompatibilitätsmodus, was ja kein Nachteil ist, und meine automatischen Scripte funktionieren genau so wunderbar wie meine Nokia-N900-Handy-App zur Direktsteuerung. Alles gleichzeitig und nahtlos auch mit der CS2 zusammen und einem per WLAN angehängten iPod mit der original Märklin App.

3. Mai 2012

Ubuntu 12.04 LTS

3. Mai 2012 14:02

Endlich habe ich mir die neue LTS von Ubuntu installiert.
Es heißt immer, bei den LongTimeSupport-Versionen gäbe es wenig Neues.
Aber diese 12.04 ist der Hammer. Zwar finde ich wirklich wenig “Neues”, aber dafür funktionieren all die Neuheiten der letzten Versionen jetzt endlich so, wie sie sollen.
Starter:
Da ist mal als erstes der “Starter”, also das Ding links außen, in Mac-Sprache das Dock. Das sieht zwar so aus wie bisher, aber es kann endlich, was es schon immer hätte können sollen. Nicht nur Programme bequem starten, sondern auch sehr schön wechseln zwischen Programmen, mit der passenden Animation, wenn dabei gleichzeitig Schreibtische (”Arbeitsflächen”) gewechselt werden. Auch der Arbeitsflächen-Wechsler selbst funktioniert jetzt, wenn auch immer noch ein Doppelklick zuviel benötigt wird. Ist aber nicht schlimm, mit dem Dock, sorry Starter, geht es ja direkt mit nur einem einzigen Klick.
Auch wenn man mehr Programme im Starter hat, als reinpassen, hat Canonical hier eine innovative und schöne Lösung gefunden, und setzt sich somit gleich ein wenig von OS X ab, in Zeiten der Patentkriege sicher eine gute Idee. Die unteren Icons werden sozusagen in die Tiefe gekippt, so passen viel mehr hin, und automatisch expandiert=aufgestellt, sobald die Maus in die Nähe kommt. Sehr fein.
Ubuntu Software Center:
Dann ist da das Ubuntu Software Center, das sich in eine Art Appstore entwickelt, wobei die Trennung von freien und kommerziellen Apps sauber gelungen ist und überhaupt in Punkto Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit im Vergleich mit der Konkurrenz gesagt werden kann: Ubuntu ist besser!
Zudem sind endlich praktisch alle Linuxprogramme inkludiert, es gibt keinen Grund mehr, auf Synaptics oder gar apt-get zurückzugreifen. Auch das Multicasting funktioniert hier endlich, also kann man in Ruhe mehrere Softwarepakete auswählen, das System installiert derweil im Hintergrund schon lustig los. (Klingt selbstverständlich, war es aber nicht.)
Unity:
In Unity gibt es auch kleine Verbesserungen, die ich nicht wirklich exakt beschreiben kann, die aber das Leben mit dieser Oberfläche so viel angenehmer machen. Da wurde wirklich Großes geleistet, wenn es auch nicht so offensichtlich ist, da muss man erst mal selbst probieren. Unity bekam ja viel Hiebe, als es eingeführt wurde, aber ich denke, diese ganze Kritik ist inzwischen komplett überholt. Da müssten all die vergraulten Tester nochmal von vorne anfangen.
Fazit:
Zusammengefasst: Ich bin begeistert von dieser Ubuntu-Version. Der Abstand zu Mac OS X wird sehr klein, zumindest im Punkt Software Center hat Ubuntu vorbeigezogen und mit dem Starter Gleichstand erreicht. Wenn man vielleicht in Zukunft noch die ein oder andere App optimal anpassen könnte… Gimp ist ein unverzichtbares Vorzeigeprogramm in Linux, und doch gelingt es hier nicht, die Paletten so darzustellen, dass sie auf den Bildschirm passen… auch bei den anderen meiner Lieblingsprogramme gibt es solche kleinen Reibereien zwischen Ubuntu/Unity und diesen Apps. Aber es muss ja auch für die Zukunft was zu tun bleiben…

29. März 2012

PyGTK ist plattformübergreifend… oder?

29. März 2012 21:41

Meine Modellbahn-App sollte nicht nur auf dem Maemo-Handy Nokia N900 laufen, sondern auf jedem Computer mit installiertem Python und GTK-Libraries bzw. PyGTK.
Also auch auf Ubuntu, das bei mir in VirtualBox auf meinen Macs läuft.
Es geht tatsächlich, wenn auch das in Ubuntu standardmäßig aktivierte Theme Ambiance die ToggleButtons von PyGTK ad absurdum führt, da der gedrückte und der nicht gedrückte Zustand dieser Knöpfe optisch kaum unterscheidbar sind. Genau darauf beruht aber meine App. Sie zeigt außer der Lokgeschwindigkeit alle Zustände per ToggleButton an. Pech.
Bzw. Designfehler dieses Themes. Leider sind die anderen vorinstallierten Themes von Ubuntu auch nicht besser, in dieser Beziehung jedenfalls.
Da habe ich die “Erweiterten Einstellungen” aus der Ubuntu-Softwaresammlung nachinstalliert. Mit dem GTK-Theme Adwaita, (und Fenstertheme zB Outdoors) funktioniert die App dann brauchbar, wenn auch nicht gerade ideal, denn man muss immer noch genau hinschauen. Da sind das Standard-Theme oder das Matrix-Theme von Maemo/Hildon weit besser.
So sieht es in Ubuntu aus:
CS2-s88-App in Ubuntu
Hier sind die Buttons “F1″, “F7-Motor”, “F7-Glocke” gedrückt und der Rückmeldekontakt 03 ist aktiviert. Wenn man genau schaut, kann man es erkennen… könnte besser sein.
Wie man an derselben App sieht, wenn sie in Maemo läuft:
CS2-s88-App in Maemo

28. März 2012

HowTo make desktop icon for Python script in Maemo

28. März 2012 19:54

There are several steps to get a standard icon in the program menu and as a desktop shortcut to that program.
I assume you have a working Python script, which you call in XTerminal by typing:
python yourscriptname.py
Obviously you will need an icon, in this case in 48×48 size, preferable with transparent background.
Then you do in XTerminal: (first become root by typing ’sudo gainroot’)

  • Your Python script yourscriptname.py should be put under the /opt directory, in a new directory like yourscript.
    So that its path is: /opt/yourscript/yourscriptname.py
  • Make up an icon in the size of 48×48 pixels, and PNG format. Name it ‘yourscripticon.png’.
    Put it into /usr/share/pixmaps or put it somewhere under /opt, and make a softlink in /usr/share/pixmaps pointing to that icon.
  • Make up a simple callable script named ‘yourscript’ for the correct calling of your Python script just as this 2-liner:
    #!/bin/sh
    exex python /usr/bin/yourscriptname.py

    and make it executable (chmod a+x yourscript).
  • put that script under that simple name ‘yourscript’ into /usr/bin
  • make up the following desktop file ‘yourscript.desktop’ in /usr/share/applications/hildon :
    [Desktop Entry]
    Encoding=UTF-8
    Version=1.0
    Type=Application
    Name=Pretty Name of your Script
    Exec=/usr/bin/yourscript
    Icon=yourscripticon

    Note to not use the .png extension in this .desktop file.
  • Finally, either restart your Maemo device, or call the Hildon recache commands if you know them (I don’t ;-) )

Your Python script will appear in the Hildon app menu (probably way down the list) and you can use the normal desktop menu to create a desktop shortcut for your app, if you like.

Thank you Khertan for the clean .desktop prototype of your pygtkeditor app!

27. März 2012

Modellbahn App II

27. März 2012 21:09

Es geht aber besser…
Jetzt zeigen die Geschwindigkeitsregler und die Funktionsknöpfe den aktuellen Zustand der Loks an, für alle drei gleichzeitig steuerbaren Loks nebeneinander, was natürlich jeder User ohnehin erwartet hätte. (Was die erste Version aber noch nicht konnte.)
Zwei Loks sind mit Bildchen und Funktionsknöpfen vorprogrammiert, eine weitere Lok lässt sich per Eintippen der Adresse steuern.
Damit ist meine N900-Maemo-App jetzt der offiziellen iOS-App von Märklin in mehreren Punkten voraus…

  • s88-Kontakte werden angezeigt
  • s88-Kontakte können Automatik-Funktionen auslösen
  • bis zu 3 Loks nebeneinander, ohne blättern oder scrollen
  • individuell benamste Funktionsknöpfe

… aber natürlich nicht in jeder Beziehung:

  • Leider ist die Anzeige der s88-Kontakte zwar vorhanden, aber für ernsthafte Steuerung nicht zuverlässig genug.
  • Die offizielle App bezieht die Lokkonfigurationen automatisch von der CS2.
  • Einen Teil zum Weichenstellen habe ich noch nicht eingebaut, da ich derzeit keine elektr. Weichen habe…

Märklin CS2-s88 App for Nokia N900 and other PyGTK-compatible devices.

20. März 2012

Modellbahn App

20. März 2012 21:33

Nachdem ich zuletzt hauptsächlich das oberflächenlose Steuerprogramm für die Modelleisenbahn perfektioniert hatte, habe ich heute nochmal die App für mein Nokia Linux (Maemo) N900 Handy nachgebessert.
Die Oberfläche ist sehr einfach gestrickt und besteht nur aus PyGTK-Buttons.

cs2-s88-app Screenshot

Bisher war die Responsiveness der Buttons sehr schlecht, mit Reaktionszeiten bis 10 Sekunden, denn die Buttons haben erst reagiert, wenn das nächste Paket vom Netzwerk hereingekommen ist.
Durch eine einfache Änderung, indem ich dem Socket zusätzlich das Attribut nonblocking mitgegeben habe, war das Problem gelöst, und die Reaktionszeit auf praktisch Null gesunken.
So weit so gut. Nur war der Stromverbrauch heftig angestiegen, da der Prozessor nun mit 100% Auslastung lief.
Nach ein wenig Dokumentation lesen probierte ich statt nonblocking mal aus, ein Timeout von 1/10 Sekunde zu verwenden.
Und siehe da, sehr schnelle Reaktionszeiten bei rund 1% Prozessorauslastung und somit keinem signifikanten Stromverbrauch mehr.
Problem gelöst!

19. März 2012

Modelleisenbahn

19. März 2012 14:35

So irgendwann in den frühen Neunzigern, denke ich, war das, wie wir uns die Märklin Control Unit 6021 samt Computer-Interface 6051 gekauft hatten und dann H0 und auf Umwegen auch Spur Z digital gesteuert haben.
Computer-seitig mit Macintosh SE und bald mit PowerBook Duo 230, softwareseitig mit HyperCard, angeschlossen über die serielle Schnittstelle.
Der letzte Mac mit serieller Schnittstelle hat bei uns vor etlichen Jahren aufgegeben, und auf den neuen geht HyperCard nicht. Dazu sieht es so aus, als sei das Interface 6051 kaputt.
Aus diesen finsteren Zuständen sollte das neue Digitalsystem von Märklin, die Central Station 2 (kurz: CS2), heraushelfen, die wir jetzt seit ein paar Jahren haben. Ganz nett, mit Touchscreen, die wichtigsten Funktionen auch über fühlbare Hardwaretasten zu steuern, gut gemacht. Nur, was das alte Combo aus 6021 und Mac und HyperCard an automatischen Steuerungsfinessen bot, das kann die sündteure CS2 keineswegs. Die einzige eingebaute Automatikfunktion ist eine Pendelzugsteuerung, die aber so schlecht programmiert ist, dass sie mit Reed-Kontaktgebern nicht funktioniert. (Und die Kontaktgleislösung ist für Spur 1 nicht möglich. Man fragt sich, was die Software-Entwickler bei Märklin im Kopf haben. Nur H0, und da nur Mittelleiter-H0. Aber dick DCC-kompatibel draufschreiben!)
Aber.
Die CS2 hat ein absolut geniales Feature: Ihre Teile sind untereinander, auch über mehrere Geräte hinweg, per CAN-Bus verbunden, und dieser wird auch über Ethernet weitergegeben. Und, das Protokoll ist veröffentlicht. (Wenn auch weder vollständig noch fehlerfrei.)
Somit kann man also über Ethernet einen Computer anhängen und eigene Programme schreiben, die das können, was die CS2 allein nicht kann.
Und wenn man die CS2 ins WLAN hängt, dann geht das alles drahtlos.
Jetzt hab ich schon eine kleine App für mein Linux-Handy N900, die den Zustand der s88-Rückmeldekontakte life anzeigt, die die vorprogrammierte Funktion eines s88-Sensors per Fingertip abruft, und dafür sorgt, dass diese Funktion auch automatisch ausgelöst wird. Das geht über das Fahrstraßen-Feature der CS2 weit hinaus, denn hier können Geschwindigkeitsanpassungen im Bahnhofsbereich realisiert werden, an verschiedenen Punkten der Strecke die passenden Soundfunktionen ausgelöst werden, und, was mir das Wichtigste ist, ich kann zwei Züge abwechselnd fahren lassen, auf der Gartenanlage, einen so herum, den andern andersherum, ohne irgendwelchen Stromabschaltgleise oder Schienenunterbrechungen oder ähnlichen Mist aus der Steinzeit.
Alles nur mit den Reedkontakten gesteuert. Perfekt.
Und nur wenn die Dampflok ihre Runde fährt, dampft sie auch wirklich. Vor der Brücke hupt die Diesellok, im Bahnhofsbereich wird langsamer gefahren, so schön.
Das Python-Programm läuft wahlweise auf Mac oder Handy oder sonst irgendeinem Computer, der Python kann, also praktisch jedem.

7. März 2012

neues iPad – ja und nun? wie soll das Kind heißen?

7. März 2012 23:37

Ist mal jemandem aufgefallen, dass sich Apple auf dem Presse-Event heute zum neuen iPad darum gedrückt hat, den Namen des neuen Tabletts zu verraten?
Oder ist es noch gar nicht getauft?
Womöglich wegen des Namensstreits mit dieser unsäglichen Pleitefirma in China?
Sehr seltsam, eine weltweit vielbeachtete Produktvorstellung, und dann kein Name dazu.

15. Februar 2012

LibreOffice 3.5

15. Februar 2012 12:00

Was lange währt, wird endlich gut…
Jede Version von LibreOffice habe ich getestet, mit meinem zugegebenermaßen reichlich kompliziert gesetzten Sitzungsprotokoll als Serienbrief. Keine Version konnte das bisher fehlerfrei bis zum Drucker bringen, während NeoOffice nie ein Problem damit gehabt hat. (Auch OpenOffice.org konnte es, aber das hat wieder andere Nachteile.)
Die neueste Version 3.5 von LibreOffice ist nun endlich soweit, und macht fehlerfrei was es soll, inkl. Unmengen an Abschnittwechseln, wie das früher hieß, weil die Spaltenzahl dauernd von 1 auf 2 oder umgekehrt wechselt. Vor allem stimmt jetzt auch beim dritten und weiteren Exemplaren der Seitenumbruch, das war ja der schlimmste Fehler bei den ersten LibreOffice-Versionen, die ersten zwei von 33 Exemplaren wurden richtig erzeugt, ab dem dritten wurde ein Spaltenwechsel fälschlich als Seitenwechsel interpretiert – katastrophal für meinen Zweck.
Jetzt könnte ich also von NeoOffice mit ihrer aggressiven Spendenpolitik ganz auf LibreOffice umsteigen. Mal sehen.

3. Januar 2012

YouTube upload Problem

3. Januar 2012 23:41

Heute wollte ich wieder mal ein Video auf YouTube laden. Und zwar direkt aus iMovie, wo ich den Film aus diversen Schnipseln zusammengestellt habe. Die letzten beiden Male hat das fein funktioniert. Diesmal nicht. Keine Chance. Erst ein paar Minuten Rechenzeit zum Rendern des Projekts, dann 20-30 Minuten Upload-Zeit mit Progressbar, und gut geschätzter verbleibender Zeit – und dann einfach nix mehr, einfach zu Ende, keine Fehlermeldung, kein gar nix.
Ein zweites Mal die ganze Prozedur: wieder umsonst. Keine Fehlermeldung, aber auf YouTube nix angekommen.
Das letzte Mal ist mir das vor ungefähr einem Jahr passiert. Mit keiner Methode konnte ich das Problem lösen, musste meine Filme dann erst auf die Platte rendern und die Filmdatei über das Webinterface “zu Fuß” hochladen.
Heute habe ich die iMovie-Projektdatei auf meinen kleinen Air übertragen, auch die Clips waren nötig, dann bin ich mit dem kleinen Gerät zu den Kindern gelaufen. In deren schnellem Netz wieder mit iMovie hochgeladen – anderer Computer, anderes Netz – und wieder dasselbe Verhalten, nur viel schneller. Kein Film auf dem Server angekommen.
Wie erklärt sich das? Wie kann sich der iMovie-Upload so verklemmen, dass weder Wechsel des Netzes noch des Computers etwas daran ändert???

Und wieder den Film (es geht um HEXBUG und Modellbahn) “zu Fuß” hochgeladen, was natürlich einwandfrei funktioniert hat, aber umständlich ist…

27. Dezember 2011

von KYTRONs zu HEXBUGs

27. Dezember 2011 22:26

Von 1974 – 1980 habe ich seinerzeit meine Serie von autonomen, beweglichen Robotern (autonomous mobile robots) gebaut, wie man vielleicht von meiner KYTRON-online-Dokumentation weiß. Alle KYTRONs suchten nach Licht, mit verschiedenen Arten von Lichtsensoren. (Nr. 2 konnte auch in den Schatten flüchten.) KYTRON 1 war technisch primitiv, das Chassis aus Blech von einem 30 cm langen Spielzeugpanzer übernommen. Nr. 2 war nur noch 20 cm lang und die ganze Mechanik war in Glasfaser-Gießharztechnik komplett selbstgemacht. Die Elektronik bestand aus den damals topaktuellen CMOS-Logik-Bausteinen, über 19 davon hatte ich verbaut, 220 elektronische Bauteile insgesamt. Das dritte KYTRON war nur mehr 11 cm lang und verwendete dünne Drahtfühler als Anstoßsensoren. Es konnte nicht ganz so komplizierte Hindernis-Ausweichmanöver fahren wir Nr. 2, dafür hatte es Solarzellen auf dem Deckel, die bei voller Sonneneinstrahlung für den Fahrbetrieb genug Energie lieferten, ansonsten zum Aufladen der Akkus dienten. KYTRON 4 wurde später umgebaut, so dass es dank Motorola ICU (Chip 14500) per Software kontrolliert wurde. KYTRON 5 schließlich war “winzig klein”, 65 mm lang und 115 g leicht. Das war 1978, zu der Zeit gab es noch keine SMD-Bauteile, und doch habe ich über 100 Bauteile verbaut, aber keine ICs, die hätten nicht reingepasst. Auch dieses kleinste KYTRON trug 8 monokristalline Solarzellen als Dach.
Als KYTRON 6 hätte ein sechsbeiniges Krabbelmonster folgen sollen, aber das habe ich nie gebaut.

Jetzt haben wir das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausend hinter uns. Was hat sich in den etwa 30 Jahren getan?
Auf dem Gebiet “autonomous mobile robots” viel. Und wenig zugleich.
Zu Weihnachten bekam ich zwei HEXBUGs. Einen HEXBUG original und einen HEXBUG nano.
Der HEXBUG original ist ein sechsbeiniges Krabbeltier, läuft auf seinen Beinchen vorwärts, bis er mit seinen dünnen Drahtfühlern (kommt uns das bekannt vor?) ein Hindernis entdeckt. Tatsächlich ist die Konstruktion der Fühler praktisch identisch zu denen meines KYTRON 5. Der HEXBUG reagiert aber nicht nur auf mechanische Hindernisse, sondern auch auf laute Geräusche. Dafür sieht er kein Licht. Es gibt aber einen HEXBOT, der auf Licht und Schatten reagiert (Crab).
Ich finde es fair zu sagen, dass der HEXBUG original eine logische Fortsetzung meiner KYTRON-Serie darstellt, zumal der Name hex, also sechs enthält, und mein nächstes KYTRON wäre Nr. 6 gewesen…
Für die lange Zeit von 1978 bis 2007 (als der original erschienen ist) erscheint der Fortschritt gering, andererseits auch wieder gewaltig: denn meine KYTRONs sind Einzelstücke, mit unbezahlbar viel Arbeitszeit drin, nicht nur zur Entwicklung und zum Bauen, sondern auch zur Pflege. Während die HEXBUGs als unkompliziertes Spielzeug und Massenprodukt den Markt erobern. Da liegen schon Welten dazwischen.

Abgesehen von der Vergangenheit und den Bezügen zu meinen KYTRONs macht der HEXBUG nano noch mehr Spaß als der original: extrem robust, unkompliziert, und ja, primitiv, und gerade deswegen so faszinierend. Kein einziges elektronisches Bauteil ist da drin, es besteht ausschließlich aus dem Motor mit Excenter-Massekörper, der Batterie, dem Ein-Ausschalter, und dem Gehäuse, welches außen eine weiche Schicht hat, die nach unten in die 12 Beinchen ausläuft. Keine Getriebe, keine Elektronik, keine Sensoren.
Und doch findet sich dieses Minimonster auf einem dicht gedeckten Tisch zwischen Tellern, Besteck und Gläsern wunderbar seinen Weg, kommt nach einem Umkippen nach wenigen Sekunden wieder auf die Füße, und fällt es vom Tisch, krabbelt es eben auf dem Boden weiter. Das einzige, was dieses schnelle Krabbeltierchen aufhalten kann, sind sehr weiche Untergründe: die nehmen die Schwingungsenergie weg, dann geht nix mehr.
Extrem genial, diese ganze HEXBUG-Serie!

(Auf Youtube findet sich mein erstes HEXBUG Filmchen.)

30. November 2011

Netzwerkprobleme

30. November 2011 1:01

Unser Netzwerkzugriff hat die letzten Monate wenig Spaß gemacht. Wir waren bei den ersten ADSL-Kunden der Telekom und haben den Vertrag schrittweise aufgestockt, aber bei 1MBit/s war dann einfach Schluss: schneller geht es nicht, behauptet die Telekom. Dabei haben unsere Nachbarn auch Telekom, und weit schneller als wir.
Und der Kabelanbieter weigert sich, eine Leitung zu unserem Haus zu legen…
Im Haus verwenden wir WLAN, der erste Airport Express hängt per Ethernet am Router, die nächsten beiden und die Time Capsule erweitern das WLAN drahtlos.
Musikstreamen kreuz und quer im ganzen Haus via AirPlay (früher AirTunes genannt), Druckerzugriff und Internetzugang, alles drahtlos von überall, auch vom Garten – so war es gedacht, und hat auch jahrelang funktioniert.
In letzter Zeit lahmte das ganze immer mehr, immer öfter war ein Reboot des ersten Airport nötig, immer öfter mussten wir für größere Downloads auf ein Nachbar-WLAN ausweichen. Nicht mal größere Email konnten wir noch verschicken. Kein guter Zustand.

Jetzt habe ich den ersten Airport ausgetauscht, und siehe da, der Internetzugang ist davon natürlich nicht schneller geworden, aber stabiler, und im Haus geht alles besser. Endlich wieder stundenlang Musik streamen ohne Probleme. Lange Emails schicken, und was sonst.
Insgesamt sind damit schon 3 unserer Airport Express “n” Geräte ausgefallen. Schande über Apple, das ist ja nicht die versprochene Qualität. Ein Alugehäuse wäre wohl eine gute Lösung, denn dass die Dinger Probleme mit der Wärmeabfuhr haben, ist ja seit Jahren bekannt.

17. November 2011

Mac OS X Adressbuch: iCloud Problem und Flickzeug

17. November 2011 14:43

Beim Adressbuch gibt es ein lästiges Problem seit der Einführung von iCloud: die Verteilerlisten lassen sich nicht mehr editieren. (Der Menübefehl “Verteilerlisten bearbeiten…” bleibt ausgegraut.)
Damit kann man nicht mehr selbst bestimmen, welche email-Adresse einer Visitenkarte in einer Adressen-Gruppe verwendet wird. Das kann je nach Anwendungsfall das Versenden von Mails an viele Adressaten extrem mühsam machen, da man die Adressliste in Mail dann per Hand zusammenstellen müsste.

MacFixIt hat dazu eine behelfsmäßige Lösung, einen typischen Workaround, und stellt in Aussicht, dass Apple das Problem beim nächsten Systemupdate (10.7.3) vernünftig behebt. Bis dahin können wir diesen Trick verwenden:

Howto Verteilerlistentrick:
Kurz gesagt, muss man in Adressbuch eine lokale Gruppe erzeugen, danach geht der Befehl “Verteilerliste bearbeiten…” wieder.
Diese Gruppe kann leer und unbenutzt bleiben, sie muss nur da sein.

Vorgangsweise:

  1. Adressbuch Einstellungen…/Allgemein: Standardaccount auf “Lokal” stellen
  2. neue Gruppe anlegen (mit Plus-Taste unter Gruppenliste) (Name beliebig, zB “temp”)
  3. Adressbuch Einstellungen…/Allgemein: Standardaccount auf “iCloud” zurückstellen
  4. fertig

Wenn der Fehler in einem der nächsten OS X Releases behoben ist, kann man diese lokale Gruppe wieder löschen.

Danke für diesen genialen Tipp!

16. Oktober 2011

Ubuntu 11.10

16. Oktober 2011 23:21

Ich probiere gerade Ubuntu 11.10 aus.
(Virtuell auf meinem MacBook Air – dürfte um einiges schneller sein als native auf einem Atom-Netbook…)
Was ich bis jetzt gesehen habe, begeistert mich.
Unity ist rundum besser geworden, und auch sonst sieht alles feiner aus und funktioniert gut. Auf Probleme bin ich bis jetzt nicht gestoßen. Manches ist ja drastisch von Mac OS X abgekupfert, zB die Systemeinstellungen, aber was soll’s, ist ja auch ein gutes Vorbild, und außerdem brauch ich nicht viel umdenken.
Gewöhnungsbedürftig freilich die sehr eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten, jedenfalls out-of-the-box, aber ich vermute, da muss ich nur ein paar Tools nachladen.
Meine Lieblingsprogramme für Linux sind jetzt alle in dem Ubuntu-Softwarecenter vorhanden und damit extrem bequem installierbar:
Scribus, Inkscape, Gimp, gFTP, Bluefish, sbcl und clisp. Und das Softwarecenter erlaubt endlich paralleles aussuchen und installieren, womit andere Paketverwalter überflüssig geworden sind.
Feine Sache, das neue Ubuntu, da krieg ich doch Lust mal wieder einen nicht-Apple-Rechner zu kaufen und Ubuntu native laufen zu lassen, vielleicht ein kleines Netbook?

12. Oktober 2011

iWolke

12. Oktober 2011 22:22

So, nun bin ich in die iCloud eingezogen.
Hoffen wir mal, dass Apple seine Hausaufgaben gemacht hat und genügend viel iEngel um die iWolke gestellt hat, damit sich keine bösen Elemente daran vergreifen können.
Hoffen wird man ja dürfen. So richtig glauben kann ich es nicht. Allzuviel Möglichkeiten für Lücken aller Art gibt es letztlich doch immer wieder…
Dann heißt es warm anziehen. Die Schar der Apple User ist ziemlich groß geworden in den letzten Jahren…

Siri quatscht mit mir – nicht

12. Oktober 2011 17:05

Hab mir ein Demo-Video über Siri, die neue Sprachschnittstelle für iPhone 4S, angeschaut.
Ist ja nett, wie in alten Science-Fiction-Büchern geht es da zu.

Nur eine Frage hätte ich da an Apple:
Warum gibt es Siri nicht für Mac OS X?
Dann könnte ich mit meinem MacBook Air reden, das würde mir schon gefallen…

9. Oktober 2011

NeoOffice + / LibreOffice -

9. Oktober 2011 23:18

Das aktuelle NeoOffice ist das erste Office-Paket, das die neuen Lion-Features (Autosave und vor allem Versionen) voll unterstützt. Damit ist es derzeit das beste Office für den Mac.
Die Möglichkeiten um das Versionen-Feature sind in der Praxis Gold wert. Leider (?) gewöhnt man sich sofort an den neuen Komfort und die zusätzliche Sicherheit, und wundert sich dann in Programmen, die das noch nicht haben, wie man jemals “ohne” auskommen konnte…
Die zahlreichen Updates des LibreOffice-Pakets teste ich immer sofort, ob sie noch den Bug beim Serienbrief-Drucken haben – leider ja, immer noch, so dass dieses Paket für mich derzeit auf keinen Fall in Frage kommt – Versionen kann es natürlich auch noch nicht, dafür hat es einige andere Verbesserungen. Hoffen wir, dass die positiven Eigenschaften bald zusammenfließen.

18. September 2011

MacBook Air: Lion als Luftikus

18. September 2011 1:40

Das 11″ MacBook Air ist wirklich super zum Mitnehmen, überall hin, sogar aufs Klo…
Wir waren zwei Tage unterwegs, und ich hatte es immer im Rucksack. Leicht und klein, man merkt es kaum.
Aber vielleicht ein bisschen zu luftig, die Sache… Wie war das mit der Siemens-Luftleitung?

Denn es gibt ein Problem mit der WLAN-Sicherheit. (Im neuen Apple-Deutsch heißt WLAN jetzt Wi-Fi.)
Ich wollte den Ethernet-Internetzugang per WLAN für das Air meiner Frau freigeben.
Also brav wie früher auch erst mal ein AdHoc-WLAN angelegt, mit WEP-Verschlüsselung, die ist zwar lausig aber besser als nichts, und WPA kann der Mac nicht selbst anlegen, warum auch immer.
Dann in der Systemeinstellung “Freigaben” (früher: Sharing) den USB-Ethernet Zugang über Wi-Fi freigegeben – fertig, denkt man.
Allerdings, es funktioniert – nur ohne jegliche Verschlüsselung.
In Lion muss man es richtig anders herum machen:
Zuerst in die Systemeinstellung Freigaben, dort unter Internetfreigabe den USB-Ethernet Zugang über Wi-Fi freigegeben anklicken, dann auf Wi-Fi Optionen (darunter) klicken, und dort die WEP-Verschlüsselung einstellen.
Soweit so gut, aber es hat einfach nicht funktioniert, der Client-Mac konnte sich mit diesem so angelegten WLAN nicht verbinden (angeblich wegen Zeitüberschreitung).
Ich habe es mit der längeren Verschlüsselung mehrfach versucht, das ging jedenfalls nicht. Mit der kürzeren (40bit) Variante habe ich es dann auch noch versucht, und es ging nicht, aber da bin ich mir nicht sicher, das muss ich bei Gelegenheit nochmal prüfen. Ohne Verschlüsselung geht es gut, aber das ist dann doch in einem Hotel nicht gerade sinnvoll, da kann ja jedes Smartphone und jedes beliebige Notebook gleich mit rein. Da muss Apple noch nachbessern!

Noch eine Beobachtung dazu: wenn man zuerst das AdHoc-WLAN anlegt, entsteht wirklich ein AdHoc Netz. Sobald man aber die Internetfreigabe benutzt, macht Mac OS X dann ein normales WLAN draus (”managed”-Mode oder AccessPoint Mode, wie man es halt nennen will). Das wäre ja auch gut, nur die Verschlüsselung sollte schon funktionieren…