21. Februar 2014

MySQL Datenbank zerstört

21. Februar 2014 22:35

ein Schreck am Abend: eine unserer Datenbanken bei unserem Webhoster meldet sich als “Crashed” und unbrauchbar. Eigentlich hätte ich letzte Woche sichern wollen… hab’s aber nicht gemacht. Typisch.
Was nun?
Ich dachte mir, wenn die MySQL-Datenbank schon selbst über sich meldet, sie sei unbrauchbar weil gecrashed und müsse erst repariert werden, dann…
Dann, so dachte ich mir, könnte sie mir ja auch das Tool zur Verfügung stellen, um sie zu reparieren.
Und als ich mit MyPHPadmin reinging, siehe da, dieses Tool gibt es wirklich. Ich hielt die Luft an, und nach einem kurzen Augenblick war die Datenbank wiederhergestellt, allerdings ohne den allerneuesten Eintrag. Den konnte ich aber leicht wiederherstellen, da das Editorfenster mit dem Text etc. noch offen war…
(In solchen Fällen bin ich froh, wenn ich mehrere Computer mit etlichen verschiedenen Browsern habe, so ist die Wahrscheinlichkeit sich beim Reparieren um die neuesten Daten zu bringen eher sehr gering.)
Und jetzt aber sichern… sofort!

9. Februar 2014

Zwischenbericht Linux, Tuxedo, openSUSE

9. Februar 2014 1:07

Seit 19.11.2013, also fast drei Monaten, habe ich nun mein Tuxedo 1302 mit primär openSUSE 13.1 Linux im Einsatz.
Die letzten Wochen habe ich Dutzende Videos geschnitten (OpenShot) und noch mehr Videos konvertiert, Bilder bearbeitet, gelegentlich Officedokumente bearbeitet, teilweise direkt in der Cloud (Dropbox), dazu die übliche Internet-Surferei und Emails jede Menge.
Ich kann sagen, sowohl die Hardware mit dem Intel Core i7 und der SSD als auch das Betriebssystem openSUSE und die Anwendungssoftware – alles läuft schnell, stabil und sehr angenehm.

Heute gab es eine Überraschung: Ich hatte 9000 Bilder auf eine CFCard zu speichern. 1000 vom MacBook Pro, das hat 15 Minuten gedauert. Die CFCard steckte dabei in einem billigen USB2.0 CardReader (6€ beim Saturn…). Dann habe ich denselben CardReader mit derselben CFCard drin an den Tuxedo gesteckt. Die Linux-Maschine hat dann die restlichen 8000 Bildchen in 5 Minuten rüberkopiert.
Das verstehe ich nicht.
Zwar war der Reader an eine USB3.0 Schnittstelle angesteckt, aber das dürfte ja keinen Unterschied machen, weil das Gerät, der CardReader, laut Aufdruck nur USB2.0 kann…
Seltsam.

7. Februar 2014

iOS und Linux: doch kein Krieg

7. Februar 2014 21:26

Na wer sagt’s denn, wenn ich mein neues iPhone 5S an meinen Linux Computer anstecke (USB), dann meldet sich das iPhone ganz brav als digitale Kamera an. Ich könnte sogar mit den Linux-eigenen DigiCam-Apps direkt die Fotos und Filme herunterladen, aber ich mach das lieber mit dem Dateimanager (Dolphin), denn ich möchte genau sagen, wohin die Dateien sollen.
Nachher kann ich die Filme beispielsweise mit OpenShot weiterverarbeiten, funktioniert tadellos. Ein Pluspunkt für Apple, und ganz viele Pluspunkte für Linux.
Am Ende kommt zB so ein Film heraus.
Schön, oder?

1. Februar 2014

Video-Editor Lightworks

1. Februar 2014 0:39

Monatelang habe ich die häufigen Emails von RedShark ertragen, nach der Ankündigung damals von EditShare, sie würden ihre Video-Schnittsoftware gratis auf den Markt bringen… dann lange nichts.
Heute kam das heraus und ich habe das 64bit-RPM-Paket von Lightworks für Linux heruntergeladen.
Laut Beschreibung für Red Hat oder Fedora gedacht.
Aber – es geht fein unter openSUSE 13.1.
Sehr fein. Die Gratis-Version hat ein paar Einschränkungen, vor allem der Export ist auf max. 720p begrenzt, aber wenn mir das Programm wirklich gefällt, kann ich es mir kaufen: gut 200€ sind für ein wirklich gutes Schnittprogramm nicht zuviel. Mal sehen, wie ich damit zurecht komme.
Die letzten Projekte hab ich mit OpenShot gemacht, das geht, ist aber doch sehr einfach. Ein bisschen zu einfach.
Und mit dem neuen iMovie auf dem Mac bin ich auch nicht ganz zufrieden.
Also jetzt mal Lightworks!

Lightworks for Linux
Lightworks auf meinem Linux-Notebook Tuxedo.

29. Januar 2014

iPhone 5S

29. Januar 2014 0:52

Nach langem Hin und Her habe ich mich nun doch gegen das Sailfish-OS basierte Jolla-Phone entschieden, es ist mir zu groß und zu elementar… Hab ein wenig in den Foren gestöbert, all die kleinen aber auch fundamentalen Probleme, wie damals beim Nokia N900, alles von vorne… nein!
Dazu fehlt mir nun doch der Enthusiasmus.
Also hab ich mir das iPhone 5S gecheckt. Da funktioniert alles, dazu hat es den besseren Formfaktor, obwohl mir noch etwas kürzer lieber wäre, und es sieht gut aus… das auch noch.
Das wichtigste Argument aber ist natürlich, dass es nahtlos in meine restliche Apple-Welt reinpasst, während ich beim Jolla wieder alles hätte selbst mühsam einrichten müssen.

iPhone 5S

iPhone 5S und iPad mini
iPad mini und iPhone 5S – passen doch gut zusammen… sieht nicht nur so aus.

23. Januar 2014

openSUSE 13.1 installieren

23. Januar 2014 15:00

nach langem Hin- und Her habe ich mich jetzt doch entschieden, die openSUSE 13.1 zu installieren.
Auf meinem am 19.11.2013 bekommenen nagelneuen Linux-Notebook Tuxedo DX1302 war von linux-onlineshop.de wunschgemäß openSUSE vorinstalliert, natürlich die zu der Zeit aktuelle Version 12.3. Aber genau am 19.11.2013 kam auch die Version openSUSE 13.1 heraus.
Zuerst dachte ich, ich kann auch mit der älteren Version leben… und ich will erst mal alles in Ruhe kennenlernen. Dann las ich von den immer noch signifikanten Problemen, die beim Upgrade von einer auf die nächste Version auftreten können… obwohl, was man da liest, heißt nix: Auch bei Mac OS X liest man das immer wieder, dass ein Clean Install besser sei als ein Upgrade. Ich habe seit 10.2.7 auf meinem 17″ Apple immer nur Upgrade gemacht, und nie ein Problem damit gehabt. Aber gut.
Und ich las an mehreren Stellen, die neue openSUSE sei so genial, so fehlerfrei, so perfekt wie noch nie, weit besser als alle 12er-Versionen, und sie soll verlängerten Support bekommen, ähnlich den LTS-Versionen von Ubuntu. Eine Versuchung!

Gestern habe ich also das neue 13.1 einfach mal installiert, sicherheitshalber auf die bisherige Ubuntu-Partition. (Mit der Ubuntu-Installation war ich eh nicht glücklich, die mache ich dann mal neu…) Und es hat alles funktioniert, zumindest bis auf die Webcam, die ganze Hardware. Auch all das, was in Ubuntu nicht funktioniert hat, insbesondere die Helligkeitssteuerung des Bildschirms, was für die Akkulaufzeit schon sehr wichtig ist.
Also, Hardware alles bestens.
Aber Software-seitig?
Weniger berühmt.
Natürlich geht alles Einfache, das ist ja auch kein Wunder, wir haben 2014. Mein erster Linux-Computer war 1999… schon ne Zeit lang her.
Aber dann, die Feinheiten. Insbesondere mit dem Netzwerk. Nicht fein:
Der Computer war von außen weder per ssh zu erreichen, noch per Rechnername überhaupt zu pingen. (Kein Problem war ping per IP.) Woran fehlt’s?
1. Avahi, oder zeroconf, war zwar installiert und lief, aber der zugehörige Firewallport musste erst umständlich geöffnet werden. In der Liste der hinzufügbaren Dienste in Yast2 war aber kein Avahi zu sehen. Erst als ich in “Software hinzufügen” mal Avahi angeklickt hatte, obwohl es eh schon installiert war und lief, erschien auch in der Firewall Einstellung in Yast2 der Avahi/Bonjour/Zeroconf-Eintrag. Sehr seltsam, und nicht so, wie es sein soll. Aber, was soll’s. Hinzugefügt, ein Problem weniger, so weit so gut.
2. ssh: war installiert, aber sshd lief einfach nicht. Hmm. Lange habe ich alle Yast2-Module rauf und runtergeklickt. Nix. Keine Erwähnung von sshd. Nicht mal in dem total langen, unübersichtlichen Editor für Sysconfig (ich hasse es) war das zu finden.
Endlich stieg ich auf Websuche um. Auf opensuse.org fand ich einen langen Artikel über ssh-Konfiguration. Alles steht da, außer was wichtig ist, insbesondere fehlt, wie man den Server so konfiguriert, dass er automatisch startet, was ja wohl das mindeste sein sollte. Dafür fand ich einen Hinweis, man solle sich das Modul yast2-sshd nachinstallieren, um genau das einfach machen zu können.
Yippie!!! Allein, zu früh gefreut: das Modul gibt es gar nicht (mehr). Dafür gibt es eine Fülle an anderen noch-nicht-installierten Yast2-Modulen. Darunter auch ein alter Bekannter: xinetd. Genau mit dem hatte ich vor Jahrzehnten schon Dienste für bestimmte Runlevel aktiviert zum Autostart. Also diesen Dinosaurier installiert, und – Überraschung – es ist nicht das alte Tool, sondern überarbeitet, und verschweigt seinen alten Namen hartnäckig. Statt xinetd heißt es jetzt Services Manager oder Dienste-Verwaltung, aber es tut das richtige! Und darauf kommt es an.
Dort ein Häkchen bei sshd und fertig… Seufzer der Erleichterung.
Eine andere Sache, die man wohl immer machen sollte, nach der openSUSE Installation, ist die Paketquellen in Yast2 zu ändern: DVD rausschmeißen, denn die will man ja nicht ständig einlegen müssen, und dafür Packman einschalten und vielleicht noch das ein oder andere Buildservice-Repository, je nach Vorlieben.
Erst danach findet Yast2 so wichtige Software wie Scribus, OpenShot, gFTP und Bluefisch, ohne die ich mit dem Rechner nichts anfangen könnte. Andere Killer-Apps wie Gimp, Inkscape, LibreOffice, Firefox, Choqok, sind schon installiert bzw finden sich in den Standard-Paketquellen.

Und dann ist das neue System fertig, dank der Tatsache, dass ich das separate Home-Verzeichnis übernehmen konnte, und somit auch all die lästigen Einstellungen zu Hintergrundbild, Zahl der Desktops, Favoriten im Startmenü, ssh-private-public-keys, usw usw alles schon da und fertig sind… Super.

Interessant auch diese seltsame Ähnlichkeit zum Mac:
Obwohl alle Passwörter via KWallet (Mac: Schlüsselbund) mitgesichert (Mac) waren bzw mit dem übernommenen Homeverzeichnis mitkamen (Linux), musste ich doch die WLAN Passwörter trotzdem neu eingeben… Sollte es da einen technischen Grund dafür geben? Oder ist das abgekupfert?

9. Dezember 2013

3D Design auf dem iPad

9. Dezember 2013 16:42

Seit ein paar Wochen kreiere ich ab und zu ein kleines Gebäude für die Modelleisenbahn. Mit dem Hintergedanken, diese Miniaturen (M 1:220) dann irgendwann für die Spur Z Modelleisenbahn auszudrucken bzw ausdrucken zu lassen.
Auf der Autodesk-Seite 123Dapp.com kann man sich die App “123D Design” für u.a. Mac und iPad herunterladen, diese beiden Varianten sehen sich sehr ähnlich, sind aber ziemlich verschieden von der Bedienung und von der Methode, ein bestimmtes Objekt zu konstruieren. Einerseits fehlen der iPad App viele Werkzeuge, die die Mac-Version hat, andererseits bietet sie auch wieder elegante Vereinfachungen, die hier bestimmte Vorgänge ermöglichen, bei denen man bei der Mac-Version umständlich herumlavieren muss.
Hab mich daher erst mal auf die iPad Version konzentriert und schon einiges damit gemacht, wie man hier in meinem Projekt “scaleZ-buildings” sehen kann.

bretonisches Haus

20. November 2013

Tux und Tuxedo

20. November 2013 23:10

Zum Geburtstag hat sich also wirklich ein Tux eingestellt, und ein Tuxedo DX1302. Letzteres ist ein richtiges Linux-Notebook, mit ziemlich guter Ausstattung bei relativ kleinen Außenmaßen.
(Allerdings, mit den MacBook Airs nicht vergleichbar. Die sind bei gleichen Bildschirmmaßen noch mal ein sehr deutliches Stück kleiner, flacher und leichter.)
Innendrin werkelt ein Core i7 Quadcore mit Hyperthreading, also sieht man in der Systemüberwachung in Linux acht Kerne werkeln…
Dazu 8 GB RAM und eine 256 GB SSD (840 von Samsung). Alle paar Minuten springt aber mal der Lüfter an, teilweise vornehm rauschend, manchmal aggressiv, das aber immer nur ganz kurz.

Tuxedo und Tux
(hier mit dem bereits nachinstallierten Ubuntu 13.10)

Inwieweit die installierten Linux-Systeme den Graphikbeschleuniger von Nvidia benutzen, hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen. Im Grunde ist mir das auch egal, außer ich finde mal eine nette 3D-Design Software für Linux.
Schön bei den Computern von Linux-Onlineshop ist, dass das vorinstallierte Linux vollständig funktioniert mit der gesamten Hardwareausstattung – so stand es im Testbericht (ich glaub in Linux-User). Nun, ich hab mir eine openSUSE Distribution gewünscht, mit einer Paritionierung, die genug Platz für eine zweite Distro übrig lässt. Das haben die vom Shop auch genau so gemacht. Sehr fein. Und gratis.
Also hab ich nach dem Auspacken gleich mal mit meinem vorgefertigten Account eingeloggt, und bald stand ich vor einem Problem: Das drahtlose Netz war nicht vorhanden. Es war überhaupt nirgends vorgesehen, weder im Netzwerkmanager-Minitool noch im allmächtigen Yast-Konfigurationstool, noch im KDE Einstellungs-Widget. Gar kein WLAN??? Das geht natürlich gar nicht.
Laut Datenblatt ist Bluetooth und WLAN auf demselben Modul, und Bluetooth war verhanden – also kann das Problem doch nicht so schlimm sein, dass sie vielleicht gar WLAN vergessen hätten einzubauen…
Eine Stunde habe ich alles durchgeklickt, vor und zurück, nichts zu finden. NICHTS!
Dann fiel mein Blick auf das Linux-Plakat, das dem Computer beigelegt war, und da fiel mir endlich mein altes Linux-Wissen wieder ein.
Im Terminal “dmesg” aufgerufen, durchgeblättert, aha: eine Fehlermeldung bei iwlwifi. Klang für mich so, als fehle da eine Firmware für den WLAN-Chip.
Wird sowas bei openSUSE nicht teilweise erst nach der Erstinstallation eingespielt?
Also Ethernet-Kabel angeschlossen, und erst mal Online-Update laufen lassen. Danach hätte ich dann aktiv nach der Firmware gesucht, aber: es war gar nicht mehr notwendig, die ist schon mit dem Update mitgekommen, und auf einmal war WLAN überall da: im Netzwerkmanager, in KDE Einstellungen, und auch in YAST. Na so was…

Noch ein kleines Problemchen war, dass nachdem ich mein vom Shop vorgegebenes Passwort geändert hatte, das Passwort für sudo immer noch das vorgegebene war. Wie das genau sein kann, ist mir nicht recht erklärlich, denn root hat ja bei solch einer Konfiguration gar kein Passwort, damit niemand als root einloggen kann.
Wer also hat nun das alte User-Passwort gehabt, nachdem sudo gefragt hat? Keine Ahnung.
Jedenfalls habe ich in /etc/sudoers relativ schnell eine verdächtige Zeile gefunden, diese probehalber auskommentiert – und voilà, jetzt fragt sudo nach dem richtigen Passwort.
So sah das aus:
## In the default (unconfigured) configuration, sudo asks for the root password.
## This allows use of an ordinary user account for administration of a freshly
## installed system. When configuring sudo, delete the two
## following lines:
Defaults targetpw
ALL ALL = (ALL) ALL

Die Zeile Defaults targetpw habe ich dann auskommentiert. Damit war auch dieses Problemchen beseitigt.
Sehr fein.
[EDIT]
Leider doch nicht. Zwar löste mein Trick das Problem mit sudo auf der Kommandozeile, aber nicht das mit graphischen Programmen, die Root-Rechte brauchen, wie zB Yast. Letzten Endes war das vorgegebene Passwort doch direkt für root gesetzt, das habe ich dann einfach geändert und seither ist es (ungefähr) so, wie ich es haben wollte – die Lösung wie in Ubuntu, wo root gar kein Passwort hat, gefällt mir aber besser.
[/EDIT]

Das war openSUSE auf dem Tuxedo DX1302, demnächst berichte ich über Ubuntu 13.10.

15. Oktober 2013

Linux

15. Oktober 2013 16:07

Früher hatte ich mal einen PC, einen mittelgroßen Tower, das war mein Linux-Rechner… 1999 gekauft.
Später das 2002er Gericom Notebook, mit mehreren Linux-Distros drauf, meist SuSE und Debian.
Darauf viele Jahre lang nur virtuelle Linux-Installationen auf den MacBooks. Immer openSUSE und Ubuntu, manchmal auch andere.
Am 1.2.2010 bekam ich das

  • Nokia Handy N900 mit Maemo,

ein richtiges Linux, und immer dabei, immer ein vollwertiges Linux in der Hosentasche, herrlich. Leider gab das Teil im Frühsommer ‘13 auf, wie hier berichtet.
Dafür hab ich seit Dezember 2012 den

  • Raspberry Pi

als Server für meine Eisenbahnsteuerung laufen.
(Und bald gibt es ein Geburtstagsgeschenk, hab ich läuten hören, ein kleines feines Linux Notebook…)

Aber außer den “richtigen” Computern gibt es noch die Embedded Systems, da haben wir:

  • die GoPro Hero3 Action-Cam – auch die läuft auf Linux
  • oder die Märklin Central Station 2: das Betriebssystem ist Linux
  • und jetzt die AR.Drone2.0, ein Quadcopter von Parrot, dessen winziger Bordcomputer ist – Linux

Eigentlich eine ganze Menge Linuxsysteme für einen einzigen (Apple-)Haushalt.
Hab ich was vergessen?
(Ja, auf dem ADSL-Router läuft auch Linux, glaube ich jedenfalls.)

QGroundControl

15. Oktober 2013 15:15

Seit ein paar Wochen habe ich die Parrot AR.Drone 2.0 von meinem Sohn “geerbt”, ein Quadcopter, der noch als Spielzeug durchgeht.
Man kann damit aber ziemlich lässige Sachen machen, besonders mit der ansteckbaren Erweiterung “Flight Recorder”, einem Teil mit GPS und 4GB Flashspeicher.
Allerdings kann selbst mit diesem Teil die Drone nicht wirklich autonom fliegen, das heißt, sie muss immer im WLAN-Bereich des steuernden Gerätes bleiben. (Bei mir ist das das iPad mini.)
Damit kommt man so 50 Meter weit oder je nach Wetter, Gelände und Laune der Elektronik auch mal 100 Meter, weiter sicher nicht.
Aber mit der App FreeFlight kann man doch einen Wegpunkt auf einer guten Karte setzen, die Höhe und die Geschwindigkeit einstellen, und das Fluggerät dann per Touch auf “Go” losschicken. Am Wegpunkt angekommen hovert die Drone solange, bis sie einen neuen Befehl bekommt, einen neuen Wegpunkt oder den Befehl zur Heimkehr “Home”, oder bis die Batterie leer ist…

Mehrere Wegpunkte für eine komplexere Flugkurve kann man nicht auf einmal eingeben, und ohne WLAN-Verbindung bleibt die Drone stehen, Auftrag hin oder Auftrag her, da geht nix. Angeblich war Parrot gezwungen, diese Beschränkung einzuhalten, um das ganze als Spielzeug auf den Markt bringen zu dürfen.

Alles nicht so schlimm, denn es gibt ja freie Software. Die allgemeine Steuersoftware QGroundControl kann auch mit der AR.Drone umgehen, und damit sind dann mehrere Hundert Wegpunkte möglich, ohne WLAN-Fessel. So weit, so schön.
Nur ist das Programm nicht so ganz einfach zu bedienen. Es gibt einen sehr guten Thread in diesem Forum.
Die ersten Schritte habe ich jetzt geschafft, und eine Anleitung (für totale Anfänger, wie ich einer bin) dazu auf den Server gestellt.

Screenshot von QGroundControl

9. August 2013

neuer Auftrag für das N900

9. August 2013 18:52

Auch wenn das N900 als Handy nicht mehr zu gebrauchen ist, weil das GSM-GPRS-UMTS-Funkmodul eingegangen ist, kann es noch vieles andere tun, weiterhin.
Schließlich ist es noch immer ein richtiger kleiner Linux-Computer, mit WLAN-Anschluss ins Internet, mit Bluetooth, GPS-Satelliten-Ortung, diversen Sensoren, Display, Tastatur, alles da.
(Im Grunde fast der gleiche Prozessor wie beim Raspberry Pi, dazu aber die volle Hardware-Ausstattung mit 48 GB Kartenspeicher, dafür nur 256 MB Hauptspeicher – der Raspi hat jetzt 512 MB. Und das N900 ist drei Jahre älter!)

Heute habe ich endlich mal eine Idee verwirklicht, die ich schon vor Wochen hatte: Wenn ich das N900 nicht mehr als mission-critical Haupthandy habe, dann kann ich es doch mal beim Schwimmen in der Donau als GPS-Tracker verwenden. Ich habe es einfach in eine wasserdichte Plastikdose gesteckt, und ab.
Allerdings war es nicht leicht, den GPS-Empfänger zu überzeugen, das Satellitensignal zu akzeptieren. Das brauchte WLAN und viel Geduld. Dann aber ab in die Donau:
GPS-Track vom Donauschwimmen, aufgenommen mit eCoach auf N900

N900 Nachruf

9. August 2013 18:39

Oh weh, nach dreieinhalb Jahren hat mein super geniales Linux Handy, das Nokia N900 mit Maemo, den Geist aufgegeben. Ganz von selbst ging seit zwei Monaten das Zellfunkmodul nicht mehr zuverlässig, fiel alle paar Tage aus, dann war ich nicht erreichbar. Schließlich vor etwa 5 Wochen ging es gar nicht mehr, auch nicht nach aus- und einschalten des Mobilgerätes.
Seit dem benutze ich aushilfsmäßig ein altes iPhone 3GS.
Mein sagenhaftes, aber todkrankes N900
Wenn die Sailfish-Leute nicht so furchtbar trödeln würden, hätte ich mir ja längst ein solches Handy gekauft, als legitimen Nachfolger des N9/N950 und somit auch des noch älteren N900. Mit einem richtigen Linux drauf, einer kompletten Distribution, nicht bloß einem Linux-Kernel so wie bei Android und FirefoxOS.
Ja, das Sailfish finde ich schon sehr verlockend, wieder ein offenes Linux in der Hosentasche, das wäre fein – aber es kommt und kommt nicht… das dauert einfach zu lange.
Und das iPhone ist auch sehr verlockend, muss ich sagen, vor allem wegen der vollständigen Integration in die restliche Apple-Welt der Familie (und ich habe ja auch MacBook Pro, MacBook Air, und iPad mini in täglichem Gebrauch). Mit Fotostreams, iMessage, Friends, iCloud inkl. iCal und Contacts ist die tägliche Informationsflut schon um Klassen leichter im Griff zu haben.
Was werde ich mir also zulegen, ein neues iPhone oder ein Sailfish? Mal sehen, schaun mer mal.

5. März 2013

Dreikäsehoch

5. März 2013 14:25

Am 1. Februar wollte ich einen Post zum dritten Geburtstag meines Linux-Handys Nokia N900 posten, hab es aber vergessen.
Drei Jahre lang ist das N900 mein mobiler Internetzugang, mein Netzwerkwerkzeug, meine Kamera, mein Musikspieler, mein Kartendienst und und und … gewesen, und immer noch mein Telefon.
Ja, das auch. So nebenbei.
Also nachträglich:
HAPPY BIRTHDAY N900!!!
Dass ich zu gratulieren vergessen hatte, liegt auch daran, dass das N900 für mich längst nicht mehr so wichtig ist, wie es bis vor Weihnachten war. Das iPad mini erledigt halt vieles schneller und einfacher, allein schon wegen des größeren Bildschirms.
Trotzdem genieße ich es nach wie vor, einen richtigen Linux-Computer mit der genialen Maemo Oberfläche in der Tasche stecken zu haben, jederzeit.

Anleitung um VNC Server auf Raspberry Pi zu installieren

5. März 2013 14:19

Eine gute Anleitung, um einen VNC Server auf dem Raspberry Pi Mikrocomputer zu installieren, habe ich hier gefunden:
http://raspberrycenter.de/handbuch/vnc-server-installieren

Das ist auch sonst ein interessantes Forum für den kleinen Raspberry Pi, der jetzt schon über ein Jahr alt ist und doch gerade erst so richtig in Fahrt kommt international.

19. Februar 2013

Myst und Riven

19. Februar 2013 14:45

Ich spiele nur selten am Computer.
Es gibt allerdings Ausnahmen. So habe ich zB mit meinem Sohn zusammen damals Myst gespielt, mit großer Begeisterung, und später Riven, parallel an einem Mac Performa und an einem Windows PC Notebook.
Dabei war er immer hauptsächlich für die Navigation zuständig, sich zurecht finden und sich nicht verlaufen, in diesen wunderschönen virtuellen Welten.
Mein Job war eher, die teils sehr komplizierten Puzzles zu lösen, wobei diese Rätsel in Myst und Riven ja nicht aufgesetzt sind, sondern sich logisch in den Aufbau und den Ablauf einfügen, im Gegensatz zu vielen anderen Adventures dieser Zeit, die sich als mäßig gelungene Nachbauten mit der Logik schwer taten und den Ruf dieser Spielegattung bald ruinierten.

Nun habe ich seit Weihnachten ein iPad mini, und dafür gibt es realMYST, die 3D-Ausgabe von Myst, und Riven. Das konnte ich mir nicht verkneifen, und ich habe es fast noch mehr genossen als damals. Den Sound auf die große Anlage streamen, damit es richtig wummert, wenn sich die Felsentüren drehen… herrlich. Und diesmal musste ich mich allein zurechtfinden, mein Sohn ist längst erwachsen und aus dem Haus…

Screenshot von realMyst auf iPad
das zusätzliche Zeitalter in realMyst – die Belohnung: Blick auf Riven

Screenshot von Riven for iPad
die Froschfalle in Riven

Screenshot von Riven for iPad
Eine Feuermurmel – wenn ich mal viel Zeit habe, gehe ich mal auf Fotopirsch in Riven – so viele atemberaubende Anblicke!

15. Februar 2013

wofür Internetforen (nicht) gut sind

15. Februar 2013 16:46

Kürzlich stand ich mit Badeschuhen über dem Donaustrand im Schnee, um wieder meiner Leidenschaft Kaltwasserbaden zu frönen.
Ich hatte die GoPro Hero3 schon eingeschaltet mitgenommen, um das ganze aufzunehmen, und wollte nun die Aufnahme starten – aber – die Cam reagierte nicht.
Nochmal und nochmal presste ich den Knopf, der wegen des wasserdichten Gehäuses ziemlich schwergängig ist, aber – keine Reaktion. Das Display zeigte die üblichen Informationen, aber die Aufnahme startete nicht.
Es hatte so um die Null Grad, meine Finger wurden kalt, und nun war die GoPro abgestürzt. So ein Mist. Ich nahm sie aus dem Gehäuse, nahm das LCD-Touch-Backpack ab, und plagte mich ziemlich, nun den winzigen Akkudeckel aufzubekommen. Dann hatte ich schon viele Teile in der (kalten) Hand, und natürlich nichts, wo ich das Zeug hätte hinlegen können. Endlich bekam ich den Akku raus, als Not-Aus Lösung altbewährt, siehe etliche Einträge im GoPro User Forum. Nun, schon vor Kälte zitternd, alles wieder zusammenbauen, ohne was fallen zu lassen. Es gelang.
Kamera einschalten – Film starten – alles klar.
Noch während ich ins Wasser stapfte, ging mir ein Licht auf, eine ganze Supernova:
Die Hero3 war gar nicht abgestürzt gewesen. Ich hatte nur den falschen Knopf gedrückt. Ach ja.
Man soll nicht zuviel Foren lesen. Der Absturz war reine Einbildung gewesen. Falscher Knopf! Das war alles.
Bei mir hat die kleine Filmkamera bisher sehr zuverlässig funktioniert, nur die iPad-App lässt zu wünschen übrig, aber die brauche ich auch nicht wirklich.
Im Geiste schickte ich ein dickes “Entschuldigung!” an GoPro…
(Das Resultat der Aktion ist zB hier anzuschauen.)

9. Februar 2013

wie man den Flashplayer auf dem Mac los werden kann

9. Februar 2013 0:57

dieser Blogbeitrag folgt einer Anleitung von John Gruber von Daringfireball.net (hier im Original).

1. Schritt – kein Flashplayer mehr
Zuerst im Finder aus dem Ordner “/Library/Internet Plugins/” (*) die folgenden Dateien entfernen, am besten in einen Ordner “/Library/Internet Plugins/Disabled Internet Plugins/” verschieben:
- Flash Player.plugin
- flashplayer.xpt
Natürlich kann man diese Dateien auch einfach löschen bzw. in den Papierkorb verschieben, denn wenn man seine Meinung ändert und sie wieder haben will, ist nichts einfacher als sie von Adobe neu herunterzuladen…
Dann ausloggen (abmelden), und wieder anmelden.
Nun haben die meisten Browser (Safari, Firefox, …) kein Flash-Plugin mehr. Soweit so gut.
Es geht aber noch besser:

2. Schritt: Safari soll aktiv nach HTML5-verpackten Videos fragen
Nun installiert man die Safari-Erweiterung (nicht Plugin, sondern Erweiterung, engl. Extension) Youtube5.
Einfach auf dieser Seite anklicken: “New users can download YouTube5 here.”, dann kommt das Ding in den Download-Ordner.
Das dann doppelklicken, es installiert sich auf Nachfrage von selbst in das richtige Verzeichnis.
Nun können die meisten Webseiten, auch die mit eingebetteten Videos, richtig angeschaut werden, da diese Erweiterung “YouTube5″ dafür sorgt, dass die Server die HTML5-Variante der Videos ausspucken anstatt der Flash-Version.
Super!

3. Schritt: wenn Flash doch sein muss, dann Chrome benutzen – und gleich hinterher beenden
Und wenn das mal doch nicht funktioniert, und man die betreffende Seite unbedingt sehen will/muss?
(Es gibt ja nicht nur Videos, die per Flash ausgeliefert werden, manche Seiten sind komplett in Flash programmiert und ohne Flash-Player sieht man gar nix, oder nur den Hinweis, man solle doch bitte zuerst Flash installieren… Wäh! Dank der Verbreitung von iPhone und iPad gibt es das zwar immer seltener, aber eben doch hier und da noch.)
Für den Zweck lädt man sich (ein für alle Mal) den Google Chrome Browser herunter.
Wenn man also partout eine Seite anschauen will, die ausschließlich nur mit Flash geht, startet man dafür den Chrome Browser, nachher beendet man den sofort wieder: Quit oder Befehl-Q. Damit nicht im Hintergrund ein Flashplayer läuft. So bald wie möglich Quit, und der Flashplayer von Chrome wird mit Chrome beendet. So sicher kann das ablaufen. Immerhin.
(Das funktioniert, weil Chrome im Gegensatz zu den anderen Mac Browsern einen eigenen, eingebetteten Flashplayer enthält, der von Google auch brav upgedated wird.)
Ich komme derzeit noch ohne Chrome aus…

PS:
sowas bräuchten wir jetzt noch für Java, das ja derzeit noch mehr nervt als Flash… und das ich ab und zu für meine GoPro brauche.
(*) wer’s nicht weiß: “/Library/Internet Plugins/” ist die Schreibweise für den Ordner “Internet Plugins” im Ordner “Library” im obersten Verzeichnis der Startfestplatte, die normalerweise “Macintosh HD” heißt. Um den Inhalt der ganzen Festplatte im Finder anzeigen zu können, muss man evtl. die Einstellungen von Finder entsprechend ändern, so, dass die Festplatte in der Seitenleiste oder auf dem Schreibtisch angezeigt wird.

23. Januar 2013

neue Gadgets

23. Januar 2013 14:11

In den letzten Monaten hat es hier viel neues Spielzeug gegeben:
- GoPro Hero3 (Action Filmkamera)
- Raspberry Pi (Linux-Computer auf scheckkartenkleiner Platine)
- 2 iPad mini (WiFi+Cellular)
- Kindle Paperwhite 3G

Alles toll, aber was mich heute wieder beeindruckt hat, was man mit dem iPad alles so machen kann:

iPad mini als Terminal für den Raspberry Pi Linux Computer

Zum Beispiel, das Flachbrett als Terminal für den Raspberry Pi verwenden, der bei mir “headless” betrieben wird, also ohne Bildschirm und ohne Tastatur.
Der Bildschirm zeigt eine Session mit zenmap.
Sogar den PiStore, den Appstore des Raspberry Pi, hab ich mir so auf das iPad geholt. Nett.

11. Dezember 2012

endlich auch auf OS X

11. Dezember 2012 0:24

Endlich läuft meine Modellbahn-App auch auf OS X:

Python app shown on OS X under XQuartz

Aber das sieht nur so aus:
In Wirklichkeit läuft die App auf dem Raspberry Pi, der irgendwo im Haus ans LAN angesteckt ist. Per X11 über das Netzwerk wird das Fenster der Python-App aber auf dem Mac angezeigt, unter der neuen X11-Implementierung für OS X mit dem schönen Namen XQuartz.

Dazu tippe ich in das Terminal-Fenster von XQuartz ein:
ssh -Y pi@raspberrypi.local
python cs2-s88-app.py

10. Dezember 2012

Raspberry Pi steuert die Modellbahn – perfekt

10. Dezember 2012 21:08

So, nun habe ich den Raspberry Pi auf meine Eisenbahn im Garten losgelassen.
(Gar nicht einfach gewesen, den angeeisten Schnee über den Gleisen zu entfernen.)
Die Züge fahren sehr präzise, stoppen auf den Zentimeter genau – ganz wie es sein soll.

Raspberry Pi mini Linux Computer
Der kleine Linux-Computer wurde von RS in dieser pinkfarbenen Box geliefert, die innen Rastleisten hat, in die die Platine genau hineinpasst. Und zwar inklusive der Speicherkarte, die zur Hälfte über den Platinenrand ragt. Inzwischen habe ich noch die Ausschnitte für Ethernetkabel und Stromkabel eingeschnitten, so dass ich die Box auch schließen kann. Perfekt, ein besseres Gehäuse brauche ich nicht. Ein Pluspunkt für RS!
Ich hab auch die Temperatur geprüft, im laufenden Betrieb werden die drei heißesten Chips nicht wärmer als 55° C, also kein Grund, weitere Lüftungslöcher zu bohren.

Raspberry Pi mini Linux Computer
Die Behauptung, der Raspberry Pi wäre ein Linux-Computer im Scheckkartenformat, ist ja ziemlich irreführend. Die ganzen Buchsen und die eingesteckte Speicherkarte ragen weit über die Scheckkartengröße hinaus. Mit der knapp alles umschließenden Box kommt das Ganze so auf die Größe von zwei nebeneinandergelegten Zigarettenschachteln. Aber gut, für die nackerte Platine würde es stimmen mit dem Kartenformat…

7. Dezember 2012

Raspberry Pi: HOWTO für simple headless server

7. Dezember 2012 0:22

Am 23. Juli 2012 hatte ich mir den Raspberry Pi bestellt, leider bei RS, mit einer erst nach dem Bestellvorgang sichtbaren Lieferzeitangabe „within 18 weeks“ => Woche 48 (26. November…).
Heute nun am 6. Dezember in der 49 Woche kam das süße kleine Computerchen endlich an.
Es gibt wunderbare Dokumentation im Netz, Quickstart-Guides oder ausführlichere Anleitungen. Für meinen Fall passte das alles gar nicht, denn ich will
- NICHT eine Tastatur über USB anschießen und
- NICHT einen Bildschirm über HDMI oder DVI anschließen.
Die graphischen Oberflächen interessieren mich gar nicht.

Denn ich möchte den kleinen Computer als Modelleisenbahn-Steuercomputer verwenden, und das heißt bei mir: ich will den RPi als “headless server” aufsetzen.
Das ist in der Tat noch viel einfacher, als was in den lieben Quick Start Guides erklärt wird.
Ich habe folgendes gemacht:

1. Betriebssystem herunterladen und auf SD-Karte installieren
- ich nahm eine 4GB SD Card
- zum Glück habe ich mich für die Distribution Raspbian “wheezy” entschieden, siehe hier.
- die Anleitung für Download und Installation von Mac (oder Linux oder Windows) Host ist hier zu finden, perfekt, das schreibe ich nicht nochmal neu.
Ich habe mich nach der Anleitung im Abschnitt “Copying an image to the SD card in Mac OS X (command line)” gerichtet, und zwar sehr gewissenhaft (der Volume-Name war dann bei mir “/dev/rdisk2″).

2. SD Card in RPi einstecken

3. Netzteil (5V/1200mA) in die Steckdose stecken, den microUSB Stecker in den RPi stecken.

4. Mit einem Ethernet-Kabel den Ethernet-Port des RPi mit dem LAN verbinden.

Das war schon alles, hardwaremäßig.
Nun geht es am Computer weiter.
Der RPi wählt sich per DHCP ins LAN ein – das ist bei der Distro Raspbian “wheezy” dankbarerweise so vorinstalliert.
Noch besser: Es läuft ein SSH-Server, man kann sich also als User “pi” einloggen.
Dazu muss man aber erst mal die IP-Nummer des RPi wissen.
Die kann man zB mit einem Portscanner herausfinden, ich habe mein altbewährtes Tool nmap benutzt.
> nmap -A 192.168.1.0/24 (entsprechende Basis-IP deines LAN einsetzen)
Dann kann man also einloggen:
ssh pi@192.168.1.11 (entsprechende IP deines RPi einsetzen)
Dann kann man sich zB per cd und ls ein bisschen auf dem neuen Rechner umschauen… und weiter geht’s:
Gleich mal das Programm zur Erstkonfiguration aufrufen, wie vom RPi selbst vorgeschlagen:
sudo raspi-config
Das einzige, was ich da drin gemacht habe, war der Punkt, die Partitionsgröße von 2GB auf die tatsächliche Kartengröße zu ändern, bei mir also auf 4GB.
Dann habe ich noch diese Programme installiert, ohne die ich mich nicht wohl fühle: rsync zur bequemen Dateisynchronisation von Ordnern auf meinen anderen Computern mit dem RPi, nmap für Netzwerkprobleme und avahi, damit sich der Raspberry Pi wie ein Mac per Name im LAN finden lässt, also nix mehr mit IP-Adresse suchen.
Wenn avahi läuft, findet ein Mac oder sonstiger Computer mit Avahi (oder Bonjour oder Zeroconf oder Rendezvous oder wie immer) den RPi unter “raspberrypi.local” im Netz. Sehr angenehm.
sudo apt-get update
sudo apt-get install rsync
sudo apt-get install nmap
sudo apt-get install avahi-utils

Nachher kann man schon von jedem Mac oder jedem mit Avahi verfeinerten Linux den RPI im LAN so finden:
ping raspberrypi.local Nett.

So, jetzt warte ich auf das Tageslicht, damit ich meine Pythonskripte zur Eisenbahnsteuerung auf dem RPi laufen lassen und testen kann. Spannend!

28. November 2012

Hero3 und iMovie – ruckelfreie Filme

28. November 2012 20:41

Nochmal zu dem Thema GoPro Hero3 und Apple iMovie.
Inzwischen komme ich gut zurecht.
Ich verwende jetzt die Aufnahmeeinstellung 720p bei 50fps und ohne Protune.
Das ergibt perfekt aussehendes Rohmaterial in akzeptabler Größe. Auf die 32 GB class10 SD-Card passen so viereinhalb Stunden Film, also bei weitem genug.
In iMovie werden die Clips automatisch in der Framerate reduziert, und zwar auf die Framerate, die man vorher eingestellt hat im Projekt. Da gibt es leider nicht viel Auswahl: 24 fps (nennt sich Kinoqualität), 25 fps (für PAL) oder 30 fps (für NTSC). Wenn ich hier 25 fps einstelle, kann iMovie die aufgenommenen 50 fps problemlos (lies: ruckelfrei) auf 25 fps herunterrechnen. Das Ergebnis ist dann für Fernsehen oder Beamer gut genug.
Protune ergibt etwa doppelt so große Dateien, weil es weniger stark komprimiert ist, und die Farbtemperatureinstellungen (Weißabgleich) und Nachschärfung sind nur moderat, fast wie “Raw”. Es lässt sich also besser nachbearbeiten. Diese Einstellung verwende ich nun nicht mehr, denn das Ergebnis ist auch so gut, und ich spare mir den Verarbeitungsschritt “Filtern” des Protune-Rohmaterials im Hilfsprogramm “Cineform Studio”. Ich kann damit inzwischen zwar umgehen, aber es bringt mir unter dem Strich nicht mehr, als wenn ich gleich die Automatikfunktion der Hero3 verwende, also kein Protune einstelle. Das gilt zumindest solange ich kein besseres Videoschnittprogramm als iMovie habe.
Also bin ich erst mal glücklich mit den neuen Möglichkeiten, die mir Hero3 mit iMovie bieten…

23. November 2012

Filme machen – Hero3

23. November 2012 1:11

Da ich in letzter Zeit doch ganz gerne mal ein Filmchen mache, und auch ein bisschen bearbeite, ist mir die Qualität der N900-Video-Aufnahme nicht mehr gut genug. Zwar sind Farben, Auflösung und Schärfe ganz in Ordnung, aber die Clips ruckeln doch erheblich. Wenn ich dran denke, vor der Aufnahme den Flugmodus einzuschalten, wird das Ruckeln deutlich reduziert, aber so richtig flüssig sehen die Bewegungen immer noch nicht aus.

Daher hab ich mir zum Geburtstag eine Hero 3 silver edition schenken lassen. Das ist eine Action-Kamera, wobei mich Sport-Action bzw. Action-Sport nicht interessiert. Aber dennoch ist diese Kamera nach langer Sucher das, was am ehesten zu meinen Anforderungen passt: Klein genug um auf der Modellbahn mitfahren zu können, schnelle Bildraten bis zu 60 fps, oder auch Full HD, also 1080p Aufnahmequalität. Das alles bei angeblich einwandfreier Optik und angeblich besser als die (wenigen) Konkurrenzprodukte. (Genauer verglichen hab ich mit denen von JVC und Sony.)

Die ersten längeren Tests waren aber enttäuschend: Die Filme ruckelten. Und genau das sollten sie doch gar nicht.
Aber es liegt nicht an der Kamera. Nach längerem Herumprobieren bekam ich heraus, dass da verschiedene Dinge berücksichtigt werden müssen. Einmal ist die USB-Verbindung zum Mac zu langsam, um ruckelfrei auf der internen SD-Karte gespeicherte Filme auf dem Mac anschauen zu können. Zweitens kann mein 17″ mit seinem 1920×1200 px großen Bildschirm zwar HD unskaliert und ohne zu beschneiden anzeigen, aber ruckelfrei nur, wenn sonst nichts auf dem Schirm ist, also nur im Fullscreen Modus. Damit hätte ich nie gerechnet. Und die beiden Kerne des Prozessors sind damit dann voll ausgelastet, na so was.
Auf meinem MacBook Air kann ein solcher Full HD Film natürlich nur herunterskaliert angezeigt werden, aber der Core i7 kommt damit anscheinend weit besser zurecht – oder ist der Grafik-Chip schneller?
Drittens, und das ist das schlimmste, macht iMovie irgendwas beim Importieren, was die Clips mehr oder wenig ruckelig macht. Genau habe ich das noch nicht herausgefunden, aber wenn das wirklich wahr ist, müsste ich mir auch noch Final Cut X kaufen, das hatte ich eigentlich nicht vor gehabt… der Fluch der Billigsoftware – wenn es denn wahr ist. Vielleicht habe ich auch nur die richtige Einstellung in iMovie noch nicht gefunden.
Jedenfalls weit mühsamer, das ganze, als ich mir das vorgestellt hatte.
Ich wollte doch nur ruckelfreie Filmchen machen können…

20. November 2012

most annoying bugs in Mountain Lion – die ärgerlichsten Bugs (englisch)

20. November 2012 15:07

Here my list of most annoying bugs of Mountain Lion (OS and its apps)
of course, my personal view, and the list is incomplete – there are so much more.
Please Apple, return to your old slogan: “It just works.”
It’s about time to do something…

OS X Mountain Lion bugs

- in iCal: when creating new entry in default calendar, cannot switch this new entry to a shared calendar even if I have write privilege for that shared calendar. Contrary, when I first select the external shared calendar in the sidebar (which returned in Mountain Lion) then I can create an entry in that calendar.

- in Contacts/Mail: I can create „intelligent“ groups, and I can create groups that consist of logical connections of other groups like „all from group friends and all of group family“ or „all of group family but not from group kids“. But I cannot use such a logical group in Mail: the address field snaps to empty after the list should have expanded…

- Finder: user interface in Finder for file sharing is inconsistent and hard to use. Worse, every so often it does not connect, or takes a long time to connect, for no obvious reason.

- Finder: AirDrop. Very nice in principal. But impossible to use without using an extra window, and temporary files/folders (drag-n-drop-with-folder-spring-open does not work with AirDrop, standard Save-As… or Export… does not work into AirDrop). Why can’t this be as easy as DropBox?

- Finder: settings and menu „Darstellung“ („View“?) are a mess. Some options concerning display of file objects are found here, some there, with no rational order whatsoever.

- Dashboard: Dashboard mixes up if another application’s window opens shortly after Dashboard has become visible

- Mission Control: Mission Control and Dashboard often mess up the screen with some surprising results, when using some gestures rapidly

- Notification Center: can become unusable stuck when shift-in or shift-out (from the right screen border) happens to get interrupted. Only fix seems to be logging out – logging in.

- iCal: Alarm/Notification handling settings are settable but ignored for shared (imported) calendars. Also on iOS devices.

- TimeMachine: since latest updates, often TC is running but the little animation in the menu bar does not rotate and the status menu entry of that menu sticks at “Searching for Backup Volume…” while in fact TC is already running.

17. November 2012

openSUSE quirks

17. November 2012 16:31

Immer wieder lese ich, wie sich Leute aufregen, wie hässlich openSUSE mit KDE4 aussieht.
Ich kann das nicht nachvollziehen, erstens kann man ja nun gerade KDE fast beliebig anpassen, und zweitens sieht es für mich frisch aus der Box schon gut aus, zumindest nach dem Wechsel des Hintergrundbildes.

openSUSE 12.2 auf MacBook Pro 17-Zoll

Gerade hatte ich dieses Foto geknipst, da wurde plötzlich der Susebildschirm schwarz, alles außer dem Terminal-Fenster. Das blieb stehen. Aber man konnte nichts mehr eingeben, das System reagierte weder auf Maus noch auf Tastatur.
Natürlich läuft das Linux in einer virtuellen Maschine, und manche Mausgesten werden ja nach wie vor vom Mac abgefangen.
So blieb mir nichts anderes, als die VM rückzusetzen, über den entsprechenden Menübefehl von VirtualBox.
Nach dem Neustart blieb das openSUSE aber hängen, mitten im Booten. Und von da ging nix weiter, ich habe es x-mal probiert. Zwar konnte ich auf eine Konsole wechseln, wo ich zum Login aufgefordert wurde, aber dort konnte ich nicht einloggen, weil auch diese Konsole auf nichts reagiert hat.
Irgendwann gab ich das auf und installierte openSUSE 12.2 neu, diesmal von der LiveCD (die erste Installation war von der DVD).
Nett: weil ich eine separate Home-Partition hatte, brauchte ich nachher nur meine Programme neu installieren, die Daten und Einstellungen aber waren schon da.
Seltsam: nach dem Neustart ins frisch installierte System kamen etwa 180 MB Updates über Apper (oder heißt das Zapper? Nein, auch nicht Zipper… verwirrend, inzwischen.). Als ich später noch ein kleines Programm über Yast-Software-Manager nachinstallierte, kamen auf einmal über 900 MB Nachinstallationen und Updates dazu, insbesondere fette Programme wie LibreOffice und Gimp, aber warum erst jetzt? Das verstehe ich nicht. –
Na gut, jetzt ist alles da und läuft wieder rund.