Wissensmanagement Methoden/Werkzeuge

bullet1 Wissensverteilung
bullet2 Wissenskarten

bullet3 Konzeptkarten

WAS
Konzeptkarten enthalten Prozesswissen. Auf ihnen wird dokumentiert, auf welchem Weg man zu einem bestimmten Ergebnis gekommen ist. Diese Konzepte können für ähnliche Aufgabenstellungen wiederverwendet werden.
WARUM
Ziel von Konzeptkarten ist es, sowohl explizites (bewusstes, zugreifbares) als auch implizites (weniger bewusstes, intuitives) Wissen über und in Prozessen zu erfassen, den Zugriff darauf zu erleichtern und zu beschleunigen.
WIE
Erstellung von Konzeptkarten nach Polanyi:
Zur Explizierung von impliziten Konzepten schlägt Polanyi folgende Drei-Schritt-Methode vor:
  1. Es müssen Symbole gefunden werden, welche eine erste Repräsentation des Wissens ermöglichen (Denotation).
  2. Diese Symbole müssen dann solange vom Wissensträger umorganisiert werden, bis dieser (und auch andere) gewisse Muster erkennen können (Reorganisation).
  3. Diese Muster müssen anschließend interpretiert und kommentiert werden (Interpretation).
In der Praxis haben sich die folgenden vier Hauptarten von Konzeptkarten herauskristallisiert. Sie unterscheiden sich durch ihre Art und Weise der Informationsdarstellung:
    Spinnennetz:
    Das zentrale Thema bzw. der verbindende Gesichtspunkt steht bei dieser Kartenform im Zentrum. Die Subthemen gruppieren sich darum herum.
    Hierarchie:
    Diese Kartenart präsentiert die Informationseinheiten in absteigender Reihenfolge ihrer Wichtigkeit. Die wichtigste wird an der Spitze platziert. Weitere Unterscheidungsmerkmale bestimmen die Platzierung aller übrigen Informationen.
    Flussdiagramm:
    Diese Kartenart organisiert die Informationseinheiten in einem linearen Format. Sie ist besonders gut geeignet für algorithmische Konzepte.
    Systeme:
    Diese Kartenart ist dem Flussdiagramm sehr ähnlich, sie enthält allerdings die Zusätze 'INPUTS' und 'OUTPUTS'.
Sonderformen:
  • Landkarte:
    Diese Kartenart ähnelt einer Landkarte bzw. einer Landschaft.
    3-D/multidimensional:
    Diese Karten beschreiben den Fluss oder den Status von Informationen oder Ressourcen, die zu kompliziert für eine einfache zweidimensionale Kartenart sind.
    Mandala:
    Die Information wird hier in Form von verzahnten geometrischen Umrissen präsentiert. Der “Teleskop”-Effekt erzwingt beim Betrachter eine Fokussierung seiner Aufmerksamkeit und Denkprozesse.
Referenzen
[ Eppl99 ], [ Jüng95 ], [ JüSt95 ], [MaFi00], [ Pola74 , S. 74], [ UIUC99 ]


    Copyright 1998-2005 Angelika Mittelmann. Letzte Änderung am 09.01.2005.